Roche: Gmail-Einführung mit Tücken

Die konzernweite Migration auf Google Mail und Kalender stösst bei den Roche-Mitarbeitern nicht nur auf Gegenliebe, wie Computerworld.ch zugespielte Dokumente verraten. Bereits sind Nachbesserungen beschlossene Sache.

» Von Jens Stark , 15.10.2013 06:56.

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Der Umstieg des Schweizer Pharmariesen Roche von Microsofts Outlook auf das Web-basierte Mail- und Kalender-Programm von Google ist offiziell abgeschlossen. Dies geht aus einem internen Bericht der «Group Informatics Communications» hervor, der im Intranet der Firma publiziert wurde und Computerworld.ch vorliegt. 

In dem Bericht wird einerseits die Leistung hinter der Umstellung hervorgehoben. So seien 75'000 User und 85 Terabyte an Daten migriert worden, beides beachtliche Grössen.

Andererseits wird in dem Artikel zugegeben, dass es in punkto Produktivität noch ein gewisses Verbesserungspotential gäbe. So sagt Alan Hippe, CIO und CFO von Roche, in dem internen Beitrag: «Jetzt müssen wir die aufgekommenen Produktivitätsprobleme angehen und auf die Bedürfnisse der Benutzer eingehen, um die Erwartungen zu erfüllen». Dafür habe man sämtliche Rückmeldungen der Mitarbeitenden gesammelt, sortiert und analysiert, wird Hippe weiter zitiert. Hierzu gehört unter anderem ein besseres Handling von Office-Dokumenten in Gmail oder eine verbesserte Offline-Version von Googles Webmail.

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KOMMENTARE

E. Snyder: 22-02-14 00:28

Das pikante an der Umstellung ist: Die Konzernspitze nutzt weiterhin Outlook. Wasser predigen .....

E. Ryder: 14-02-14 16:32

Die Mitarbeitenden (ich kenne viele davon) kommen kaum zum vernünftigen Arbeiten - seit Monaten. Da wurde nichts durchdacht und hinzugelernt. Allein schon, dass man sich dem Diktat von Genentec unterwirft, ist ein Armutszeugnis. Schon bei der Einführung von SAP wurde ähnlich gewurstelt. Die Verantwortlichen hatten damals der Konzernleitung die Einhaltung des Fahrplans vorgegaukelt, um ihre fetten Boni nicht zu gefährden. Momentan klingt's genau gleich! Interessant, dass auch jetzt wieder ausländische, hoch dekorierte Superfachkräfte am Ruder sind, auf die man setzt.

Andreas Bender: 18-01-14 19:32

Das ganze Projekt ist ein einziges Desaster, wird aber immer weitergetrieben, da die Verantwortlichen daran verdienen; selbst wenn Roche irgendwann ruiniert ist.
Es ist so ähnlich wie mit der EU. Alle sehen, dass es auf den Abgrund zugeht, aber denken "Bis hierhin ist es ja noch gutgegangen...". Von den Mitarbetern, die damit arbeiten müssen, akzeptiert es keiner; kein einziger. Bekomme ich täglich mit; "aber was will man machen... heißt es...."

Max Sperling: 08-01-14 22:36

Als Betroffener von der Umstellung kann ich nur sagen, dass das gmail leider kein adäquater Ersatz für Tools wie Outlook ist. Gmail ist m.E. Einfach nicht als Business emailsystem ausgelegt, sondern für Heimnutzer. Offensichtlich ist es der Konzernleitung wichtiger Geld zu sparen, auch wenn das ineffiziente gmail ein deutlicher Rückschritt IST und de facto Unsummen kostet. Nur diese verlorene Zeit ist leider nicht messbar.

Jakob Sperling: 15-10-13 23:58

Die kleineste Produktivitäts-Einbusse in einer kommerziellen Umgebung kostet wesentlich mehr als das ganze MS Office und Mail kosten. Weiss jeder, der rechnet.

Mr Right: 15-10-13 14:48

Schön dass sie Ihre Mails freiwillig auf einen US Server stellen, das erleichtert der NSA die Arbeit um einiges. Der CIO ist ja auch aus dem grossen Kanton, wie die meisten führenden Bosse

Dr. Feelgood: 15-10-13 14:40

Super, schaffen die ganzen Daten freiwillig ins Ami-Land!!

Und das in Zeiten von NSA!

*kopfschüttel*

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