Quo vadis, Blackberry?

Einem Bericht nach waren Microsoft und Nokia an einer Übernahme des BlackBerry-Herstellers interessiert. Und: RIM überlegt sich offenbar die Lizenzierung seines Betriebssystems an Hersteller wie HTC und Samsung.

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» Von Hannes Weber , 22.12.2011 07:49.

Research in Motion (RIM), Hersteller der BlackBerry-Smartphones, befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Die ist offenbar derart ernst, dass alle möglichen Szenarien durchgespielt werden.

Laut eines Berichts des Wall Street Journals haben in den vergangenen Monaten gar Gespräche mit Microsoft und Nokia stattgefunden. Die beiden Unternehmen sollen zumindest mit dem Gedanken gespielt haben, die Kanadier von RIM aufzukaufen. Der aktuelle Status der Gespräche ist allerdings unklar.

Doch damit nicht genug: Die BlackBerry-Hersteller spielen dem Bericht zufolge auch mit dem Gedanken, ihr mobiles Betriebssystem an Hardware-Hersteller zu lizenzieren. Dieses Modell wendet beispielsweise Google mit seinem Android-Betriebssystem erfolgreich an. Im Falle von RIM sollen gar bereits Gespräche mit Samsung und HTC stattgefunden haben.

Erscheinen also bald BlackBerry-Geräte von diesen und anderen Herstellern? Möglich wäre es – und für RIM sicherlich eine interessante, zusätzliche Einnahmequelle. Allerdings stellt sich die Frage, ob ihr Betriebssystem derzeit interessant genug ist für Hardware-Hersteller. RIM bastelt zwar an einem neuen System namens BlackBerry 10, das auf dem QNX-System aufbaut, das im BlackBerry PlayBook arbeitet. Jüngst mussten die Kanadier aber bekannt geben, dass sich BlackBerry 10 massiv verspäten und wohl erst Ende 2012 Marktreife erlangen wird.

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