Pornofilter: Uni Zürich gibt Zensur teilweise auf

Die Uni Zürich hat ihren für pornographische Inhalte gedachten Webfilter teilweise ausgeschaltet. Die Uni sagt, dies geschah nach Hinweisen von internen Stellen. Dafür verantwortlich dürfte aber hauptsächlich der Chaos Computer Club gewesen sein.

» Von Fabian Vogt , 18.03.2014 19:02.

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Die Universität Zürich stellt ihre Zensurmethoden ein. Wie die «NZZ» berichtet, hat IT-Chef Pascal Bachmann im Auftrag von Prorektorin Andrea Schenker-Wicki eine entsprechende Email an die EDV-Koordnatoren versandt. Diese werden aufgefordert, den Filter in den Instituten auszuschalten. In den Bibliotheken und den restlichen öffentlichen Bereichen soll er aber vorerst weiter zensieren können. Ein endgültiger Entscheid über die Handhabung betreffend Sperrung ungeliebter Webseiten soll nächste Woche fallen.

In der Email steht gemäss NZZ als Erklärung für die Massnahmen:  «Am 24. Februar 2014 hat die UZH einen Filter zur Sperrung pornografischer Webseiten eingerichtet. In der Folge wurden von verschiedenen internen Stellen darauf hingewiesen, dass die Filter-Software auch unbedenkliche Seiten sperrt. Es wurden auch prinzipielle Bedenken zur Einschränkung des Netzzugangs für Mitarbeitende und Studierende der UZH geäussert.»

Doch die Kritik die zum Abschalten des Filters geführt hat, wird nicht von intern, sondern vom Chaos Computer Club (CCC) gekommen sein. In den letzten Tagen hatte dieser sich vehement über die Blockade der Hochschule beschwert, unter anderem darüber, dass keineswegs nur pornographische Inhalte gesperrt worden seien. Mit ihren Massnahmen hätte die Uni Zürich zudem gegen die Bundeverfassung verstossen. Die Universität habe damit auch «das Prinzip der Netzneutralität mit Füssen getreten und es gewagt, sich auf autoritäre Weise in den Cyberspace einzumischen.» Dies sei «ein Fehler» gewesen, schrieb der CCC. Einer, den die Uni Zürich nun eingesehen hat.  

 

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KOMMENTARE

Web Cleaner: 20-03-14 12:08

Leider hat dieser Artikel nur Boulevard-Presse-Niveau. Er schneidet sehr interessante Themen an ohne sich wirklich damit zu befassen. Aus der Sicht der Informations-Sicherheit macht es absolut Sinn, gewisse Kategorien von fragwürdigem Inhalt zu sperren. Das es da auch zu versehentlich falsch zugeordneten Sites kommen kann liegt in der Natur des Umfangs und der Dynamik des Internet. Aber gute Web-Security-Filter haben regelmässige Updates und die Hersteller sind bemüht auf Feedback umgehend zu handeln.
Ich bevorzuge die „Sicherheit“ eins Filters. Zuhause kann jeder schauen was er will, oder müssen die Studierenden an der Uni sich weiterbilden in den Bereichen der Pornografie? Spätestens wenn sie bei der Extrem-Pornografie angekommen sind, werden sie sich mit einem anderen Thema befassen dürfen -unserer Justiz!

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