Nationalrat will schnelleres Internet

Der Nationalrat verlangt ein schnelleres Internet in der ganzen Schweiz. Die Grundversorgung soll auf zehn Megabit pro Sekunde erhöht werden. Für Bundesrätin Leuthard ist das zu viel.

» Von SDA , 30.05.2017 14:34.

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Der Nationalrat will die Grundversorgung mit Breitbandinternet von heute zwei auf mindestens zehn Megabit pro Sekunde erhöhen. Er hat am Dienstag eine Motion von Martin Candinas (CVP/GR) mit 102 zu 86 Stimmen angenommen.

Die aktuelle Geschwindigkeit entspreche den aktuellen technischen Möglichkeiten und der Nachfrage längst nicht mehr, sagte dieser. Es sei absehbar, dass bald Geschwindigkeiten von mehreren tausend Megabit angeboten werden könnten. Ohne Massnahmen des Bundes werde sich der digitale Graben zwischen den Zentren und den peripheren Regionen vertiefen.

Dort gewähre Swisscom oft nur die minimale Grundabdeckung, sagte Candinas. In anderen Landesteilen werbe sie gleichzeitig mit Geschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde, also 500 Mal mehr. Candinas sprach von einem «Marktversagen sondergleichen».

Kommunikationsministerin Doris Leuthard lehnte die Motion ab. Der Bundesrat erhöhe die Mindestübertragungsraten laufend, sagte sie. Der nächste Schritt sei die Erhöhung von zwei auf drei Megabit pro Sekunde. Für die Swisscom bedeute das Kosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich. «Eine Erhöhung auf zehn Megabit wäre ein Quantensprung», sagte Leuthard.

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KOMMENTARE

Thomas Mühlemann: 31-05-17 18:31

Die Begründung '..wäre ein Quantensprung..' hat diese BR auch nicht davon abgehalten, eine mindestens fragwürdige Energiestrategie durch grosszügige Verteilung von 'Goodies' an diverse Interessengruppen durchzubringen.
Ähnliches bei der FABI.

Natürlich wäre dies ein Quantensprung, genau diesen könnten wir wirklich gut gebrauchen.

Es ist vermutlich für die Erreichung der Klimaziele nicht förderlich, wenn 'wirklich' schnelles, zuverlässiges Internet lediglich in einigen wenigen Zentren verfügbar ist, da die Menschen auch anderswo zu Leben pflegen.

Für einige 'Mainstream Projekte' lässt sich offensichtlich
immer Geld beschaffen.

NB: Candinas hat Recht, von einem freien Markt kann nicht gesprochen werden.

Bodo Jacobs: 31-05-17 09:05

Mit dieser Lesensart von Frau BR Leuthart sollte sie ihren TESLA auch wieder gegen einen 2CV (Döschwo) eintauschen, das reicht in der Schweiz auch. Dazu kommt dass die Swisscom ihren gesetzlichen Grundversorgungsauftrag jeden Tag mehr verwässert und das Geld in dubiose Projekte wie zB. iO verbuttert.

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