Nasa will Laser-Übertragung testen

Die US-Weltraumbehörde Nasa zieht es wieder auf den Mond. In Zusammenhang mit dieser Mission soll eine schnelle, Laser-basierte Datenverbindung zum Einsatz kommen.

» Von Jens Stark , 23.08.2013 11:11.

Die geplante Verbindung soll höhere Durchsatzraten ermöglichen als so mancher heimische Breitbandinternetanschluss und die Übertragung von HD-3D-Bildern aus dem Weltraum ermöglichen.

Der Einsatz der Laserverbindung wird Teil der Nasa-Mission LADEE (Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer) sein, die am 6. September startet. Die LADEE-Sonde soll den Mond umkreisen und während 100 Tagen Informationen über die Atmosphäre des Erdtrabanten sammeln. An Bord des Satelliten ist auch ein Modul zur Laserkommunikation.

«Auch die Nasa braucht immer schnellere Download-Geschwindigkeiten für Daten aus dem Weltraum», meint Don Cornwell, Leiter der Laserkommunikationsdemonstration während der Mondmission. «Wir wollen hochauflösende Fotos, Filme und sogar 3D-Bilder von Satelliten auf die Erde schicken können, und zwar sogar dann, wenn die Raumsonden zum Mond oder weiter fliegen», erklärt Cornwell weiter.

Und so soll das System funktionieren: Wenn die Raumsonde von der Erde aus sichtbar ist, wird eine von drei weltweiten Basisstationen einen Laser in Richtung auf die ungefähre Position des Weltraumgefährts schiessen. Der Strahl von der Erde wird einen gewissen Teil des Himmels absuchen, bis die Sonde diesen zurückwirft. Wenn das passiert, schickt das Raumschiff ein eigenes Lasersignal Richtung Basisstation. Dadurch eröffnen die beiden einen Kommunikationskanal.

Die Erdbasen befinden sich in White Sands im US-Bundesstaat New Mexiko, am Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Wrighthwood, Kalifornien, und im spanischen Tenerife. Letztere Station wird von der ESA betrieben.

Der Laserkanal soll schlussendlich einen Uplink mit einer Bandbreite von 20 Megabit pro Sekunde bieten und eine wesentlich schnellere Download-Geschwindigkeit von 622 Megabit pro Sekunde. Wie Cornwall weiter ausführt, ist dies gut sechs Mal schneller als mit der traditionellen Funkttechnik. Zudem wiege das Laser-Equipment nur die Hälfte der Einrichtung für den Funkverkehr.

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