Mitarbeitergespräch: Bilanz ohne Bammel

In Mitarbeiter- und Jahresgesprächen vor dem Jahreswechsel ziehen Vorgesetzte und Angestellte gemeinsam Bilanz und stellen die Weichen für das nächste Jahr. So bereiten Sie sich darauf vor.

  

» Von , 17.11.2008 11:16. Letztes Update, 17.11.2008 11:20.

Wenn sich alles in Windeseile verändert, ist der Manager gefordert. Er soll den Laden zusammenhalten und seinen Mitarbeitern helfen, den Durchblick zu behalten. Thomas Tesch, Personalleiter von Dell, formuliert es ganz deutlich: «Der Mitarbeiter hat einen Anspruch darauf, zu erfahren, wo er steht. Sich mit dem Manager auszutauschen ist ein ununterbrochener Prozess». Um diesen Prozess am Laufen zu halten, finden in den Unternehmen turnusmässig Mitarbeitergespräche statt.
Wie ist es um meine Leistungen bestellt, mit welchen Massnahmen kann ich mich gezielt weiterentwickeln und für höhere Aufgaben anbieten? Diese Fragen sollte jeder Mitarbeiter stellen, und darauf muss auch jeder Vorgesetzte überzeugende Antworten parat haben. Das kann auch Kritik einschliessen. Doch so wichtig Umsätze, Aufträge und Kundenbindung sind, zum Tag der Abrechnung sollte das Gespräch nicht werden.
Bei der «Zurich» Versicherungsgesellschaft, einem der grossen IT-Arbeitgeber der Schweiz, treffen sich Mitarbeitende und Vorgesetzte gleich mehrmals pro Jahr zum Mitarbeitergespräch. Dort werden Ziele vereinbart und - so Sonja Giardini, Mediensprecherin von Zurich Schweiz, - auch «Standortbestimmungen» vorgenommen. Bei Zurich werden die Halbjahres- und Jahresendgespräche auch dazu genutzt, «um die berufliche und persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden zu thematisieren», betont Giardini. Der daraus resultierende «individuelle Entwicklungsplan» ist die Grundlage für Weiterbildungsmassnahmen.

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