LTE-Ausbau: Ericsson braucht 100 neue Mitarbeiter

Ericsson erhielt den Zuschlag, Swisscoms LTE-Netz zu bauen. Dafür schafft der Netzausrüster 100 neue Stellen in der Schweiz.

Geschäftsführer Ericsson Schweiz, Martin Bürki
  

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» Von Reto Vogt , 03.02.2012 15:43.

Die hiesige Telekomindustrie hat für Ericsson-Schweiz-Geschäftsführer Martin Bürki grosses Wachstumspotential. Da sein Unternehmen kurz vor Jahresende den Zuschlag erhalten hat, das Netz von Marktführer Swisscom auszubauen, braucht Bürki neue Leute. «Wir planen derzeit die Anstellung von rund 100 neuen Mitarbeitern», sagte Bürki an einer Medienkonferenz am Freitag in Zürich. Ericsson suche Spezialisten aus allen Bereichen. Besonders gefragt seien Mitarbeiter im Bereich Netzwerkmodernisierung.

Bürki bestätigte allerdings die Klagen vieler Firmen: Es sei in der Tat schwierig, qualifiziertes Personal zu finden. «Aber die Konkurrenz schwächelt und deren Angestellte kommen gerne zu uns arbeiten», sagte Bürki. Gemeint, aber nicht ausgesprochen, hat der Geschäftsführer den Namen des Wettbewerbers: Nokia-Siemens-Networks entliess kürzlich weltweit 17'000 Mitarbeiter – ohne sich konkret zu den Konsequenzen für die Schweizer Niederlassung zu äussern.

Swisscom lässt Maschinen kommunizieren

Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Ericsson und Swisscom kommt im Bereich Machine-to-Machine (M2M) zustande. Der Telekomanbieter mietet Ericssons Device-Connection-Plattform für vorerst drei Jahre. Der Dienst ermöglicht es, eine grosse Zahl von vernetzten Geräten und Anlagen über das Mobilfunknetz zu administrieren. Ein aktuelles Projekt erarbeiter Swisscom gemeinsam mit der Firma Selecta für das mobile Bezahlen am Automaten. Darüber hinaus stattet der Telekomanbieter Uhren der Firma Limmex mit einer SIM-Karte aus, die per Knopfdruck den Notfalldienst alarmiert. Ericsson und Swisscom prognostizieren bis 2020 bis zu 50 Milliarden vernetzte Geräte und sehen deshalb grosses Potential im M2M-Geschäft.

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