Kanton Aargau: Millionen für IP-Telefonie

Der Kanton Aargau ersetzt seine derzeit 130 Telefon-Systeme durch eine einzige Lösung auf IP-Basis. Das Projekt kostet über 10 Millionen Franken und soll 2017 abgeschlossen sein.

» Von Mark Schröder , 15.02.2013 11:29.

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Die Verwaltung des Kantons Aargau will in Zukunft über das Internet kommunizieren. Bis Ende 2017 werden die Techniker der kantonalen Behörden alle Hände voll zu tun haben, denn sie sollen die mehr als 130 unterschiedlichen Telefonsysteme durch IP-Technologie ersetzen. Für die Ablösung hat der Regierungsrat beim Grossen Rat einen Kredit von 10,7 Millionen Franken beantragt, heisst es in einer Mitteilung des Finanzdepartements.

Über den Hersteller der IP-Telefonielösung und den Implementierungspartner konnte Finanz-Generalsekretär Roberto Fröhlich auf Anfrage noch keine Auskunft geben. «Das Projekt ist nach WTO-Regeln ausgeschrieben und der Zuschlag wurde noch nicht erteilt», sagte Fröhlich. In den nächsten zwei Monaten erhofft das Departement einen Entscheid des Grossen Rats über den Kredit. Anschliessend soll umgehend auch das WTO-Verfahren abgeschlossen werden.

Der grössten Kostenblock des Projekts «Kompla» (Kommunikationsplattform) ist für den Kauf der zentralen Komponenten sowie der Arbeitsplatzausrüstung kalkuliert. Darin inbegriffen sind ein Standard-Telefonapparat sowie die dazugehörige Applikation auf dem PC-Arbeitsplatz. Weiter sind Gelder für die Mitarbeiterschulung bei der Einführung budgetiert.

Mehr Kontaktoptionen für die Bürger

Den Millioneninvestitionen für stehen heute hohe Kosten für Betrieb, Ersatzbeschaffung und Wartung gegenüber. Diese Ausgaben können durch eine Vielzahl eingesetzter Systeme nicht zentral koordiniert werden können. Laut Finanzdepartement sind viele dieser Anlagen sind zudem veraltet.

Von der neuen Anlage verspricht sich die Verwaltung tiefere Kosten durch einen einzigen internen Leistungserbringer. Auch soll die Erreichbarkeit von Mitarbeitenden erhöht werden. An den mehr als 7000 Anschlüssen werden neben IP-Telefonie auch zusätzliche Dienste wie Desktop-Sharing, Instant Messaging, Präsenzanzeige und oder Voice-Mail verfügbar sein.

Laut Plan erfolgt die Einführung des neuen Telefonie-Systems gestaffelt in drei Phasen. Den Anfang machen ab 2014 die Verwaltungsgebäude im Raum Aarau. Anschliessend wird die Kantonspolizei plus die dezentralen Standorte integriert. Bis Ende 2017 sollen dann auch die Telefonanlagen an den Aussenstandorten ersetzt sein.

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