Internet der Dinge: Kampf gegen proprietäre Techniken

Proprietäre Techniken drohen dem Internet der Dinge einen Dämpfer zu versetzen, bevor es überhaupt Realität ist. Nun will die Open-Source-Gemeinde der drohenden Balkanisierung entgegenwirken.

» Von Jens Stark , 13.04.2015 11:07.

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Das Internet der Dinge ist das nächste Ding. Darin ist sich die Branche einig. Doch erneut droht sich die Technik-Geschichte zu wiederholen. Es wird befürchtet, dass jeder Hersteller sein eigenes technologisches Süppchen kocht.

Das will die Linux Foundation verhindern und hat die AllSeen Alliance gegründet. Das Konsortium soll die Adaption allgemeiner Standards für Dienste und Produkte im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge propagieren. Zu den Herstellern, Händlern und Diensteanbietern, welche die Allianz unterstützen, gehören LG Electronics, Haier, Microsoft, Panasonic, Qualcomm und Sharp sowie Bosch, Cisco, HTC und D-Link.

Das Open-Source-Rahmenwerk, das die AllSeen Alliance vorschlägt, erlaubt es allen Geräten im Internet der Dinge andere zu lokalisieren, sich mit ihnen automatisch in Verbindung zu setzen und den Datenausstausch zu initiieren, und zwar unabhängig von Marke, Kommunikationsstandard und Betriebssystem.

So soll im Haus der Zukunft der Kühlschrank von LG eine Meldung an das HTC-Smartphone schicken können, und die Geschirrspülmaschine von Haier spricht mit dem Fernseher von Sharp. Eine erste Ausgabe des Rahmenwerks basiert auf Qualcomms Framework AllJoyn und lässt Geräte, Dienste und Applikationen via WiFi, Ethernet, Powerline und weitere Standards kommunizieren. Das Framework, das in C++ gehalten ist, unterstützt des weiteren die Betriebssysteme Linux, Windows, OS X, Android und iOS. 

Unterdessen sind bereits erste AllSeen-kompatible Geräte, Apps und Dienste angekündigt worden. So will LG einen Smart-TV auf den Markt bringen, der AllJoyn unterstützt.

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