Google Mail so zuverlässig wie Freizeichen

Geschäftliche und private Benutzer von Google Mail mussten im Vorjahr monatlich für circa sieben Minuten auf ihren Posteingang verzichten. Nun will Google die Verfügbarkeit erhöhen.

  

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» Von Mark Schröder , 18.01.2011 10:39.

Wer heute den Telefonhörer abhebt, hört das Freizeichen. Eine vergleichbar hohe Verfügbarkeit wie bei der Festnetztelefonie strebt Google in Zukunft auch für den E-Mail-Dienst und die Online-Produktivitätsanwendungen an. Matthew Glotzbach, Enterprise Product Management Director bei Google, will sich mit einer Uptime von 99,984 Prozent im vergangenen Jahr nicht zufrieden geben. Zwar habe es nur Ausfälle von der Dauer weniger Sekunden gegeben, jedoch entspreche die Downtime in der Summe einem Ausfall von sieben Minuten pro Monat.

Durch Hardware-Aufstockung und vermehrte Wartung wolle der Internetkonzern erreichen, dass eine geplante Downtime für Google Mail und Google Apps nicht mehr erforderlich ist. An diesem Ziel will sich das Unternehmen messen lassen und ändert die Service Level Agreements (SLA) beider Dienste. «Wir sind der erste grosse Cloud-Provider, der ein Wartungsfenster aus seinen SLAs streicht», kündigt Glotzbach im firmeneigen Blog an.

Der Google-Manager führt aus, dass der hauseigene E-Mail-Dienst schon mit den sieben Minuten monatlicher Downtime gut gegenüber den Wettbewerbern aufgestellt ist. Eine Analyse der Internetmarktforschungsfirma Radicati Group habe ergeben, dass ein lokaler E-Mail-Server im Durchschnitt 3,8 Stunden im Monat offline ist. Glotzbach rechnet vor, dass Google Mail zum Beispiel 46 Mal höher verfügbar als ein Exchange-Server ist. Microsofts Konkurrenzprodukt «Business Productivity Online Suite» – zu der unter anderem ein E-Mail-Service gehört – verzeichne 74 ungeplante und 33 geplante Ausfälle im Jahr 2010.

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