Google lanciert Buzz

  

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» Von Gaby Salvisberg, 10.02.2010 09:45.

Relevanz geht vor

Ein Problem bei Sozialen Netzwerken sei die schiere Flut von teils zutiefst unwichtigen Informationen. Im Unterschied zu Facebook will Buzz Unwichtiges von Wichtigem unterscheiden. Kommentierte Inhalte von Freunden werden beispielsweise prominenter dargestellt als etwa simple Statusmeldungen wie «Ich trinke Kaffee». Trotzdem sind die kleinen, weniger relevanten Meldungen stets am unteren Ende der GMail-Webseite abrufbar. Mit der Zeit will Buzz vom Benutzer lernen, was ihm gefällt und was nicht.

Den exakten Geschmack eines Users zu kennen, wird Google auch das Anzeigen perfekt zugeschnittener Werbung erleichtern.

 

Unterwegs per Buzz

Ein weiterer Anwendungszweck von Buzz ist die Verzahnung mit Google Mobile Maps und weiteren Standortdiensten. Vic Gundotra, Vizepräsident von Google Engineering erklärte, der Aufenthaltsort einer Person sei für deren Bekannte eine relevante Information. So gibt es fürs IPhone, für Windows Mobile und Google Android eine Anwendung, die dem User erlaubt, seinen genauen Standort mit wenigen Klicks an seine Freunde zu buzzen. Dabei braucht sich der User nicht mit Koordinaten herumzuschlagen, sondern wählt unter den automatisch ermittelten Orten einfach z.B. «Zuhause», «Im Büro» oder «Im Garten» aus. Auch eine Spracherkennung soll an Bord sein, damit der Anwender seine Buzz-Stati im Handy nicht einzutippen braucht.

Buzzes können auch fix mit Google Mobile Maps verknüpft werden. Der Anwender greift so auch auf die öffentlichen Buzz-Kommentare anderer User zu, die per Buzz etwa einen Laden oder ein Restaurant bewertet haben.

Gegen Ende der Pressekonferenz gesellte sich auch Google-Gründer Sergej Brin zur Runde. Für ihn habe Buzz «auch im Geschäftsalltag die Art, wie wir kommunizieren, verändert». Er bekomme von seinen Mitarbeitern viel schneller Feedbacks.

 

Warten auf den Buzz

Google plant, direkt nach Abschluss der Pressekonferenz mit dem Rollout von Buzz zu beginnen. Die Anwendung werde in den rund 146 Millionen GMail-Konten fortlaufend aufgeschaltet. Bis in ein paar Tagen sollte der Vorgang abgeschlossen sein.

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