Google lanciert Buzz
Wie Gerüchte erahnen liessen, gibt der Suchriese jetzt mit Sozialen Netzwerken Vollgas. Ist Buzz mehr als alter Wein in neuen Web-2.0-Schläuchen?

» Von , 10.02.2010 09:45.
Das Wall Street Journal hatte bereits im Vorfeld der gestrigen Google-Pressekonferenz Gerüchte gestreut, Google arbeite an einer Art Facebook-Konkurrenz (Computerworld.ch berichtete). Und das ist der neue Dienst namens Buzz denn auch - jedenfalls beinahe.
Mit Buzz erhält der Google GMail-Anwender die von seinen Bekannten veröffentlichten Inhalte direkt in seinen GMail-Posteingang. Beim ersten Aktivieren von Buzz via GMail-Webinterface werden alle User, mit denen man per GMail mailt und chattet, automatisch als Buzz-Follower vorgeschlagen. Das ist ähnlich wie bei Facebook, sofern man jenem den Zugang zum Google- oder Hotmail-Konto gibt.
Noch ein weiteres Facebook?
GMail-Produktmanager Todd Jackson war nun an der Reihe, etwas konkreter zu werden. Die gebuzzten Inhalte können - wie bei Facebook - aus Statusmeldungen, Links, Bildern oder Videos bestehen. Die Bedienoberfläche unterscheidet sich jedoch von jener der etablierten Konkurrenz. Buzz ist schneller, übermittelt die Infos in Echtzeit und enthält beispielsweise einen eigens für die neue Plattform entwickelten Videoplayer. Zu betrachtende Fotos werden in Sekundenbruchteilen auf Browsergrösse aufgeblasen und lassen sich schnell durchblättern.
Die bei Buzz platzierten Inhalte lassen sich entweder für alle Internetuser oder nur für selbst definierte Benutzergruppen veröffentlichen. Wer einen bestimmten Follower nicht will, der kann seine Inhalte für diesen auch blockieren. Genau wie bei Facebook gibts ein Kommentierfeld. Zudem werden die Inhalte von der Google-Suchmaschine in Echtzeit indexiert. Nicht zuletzt bestehen Schnittstellen zu anderen Web-2.0-Diensten wie Flickr, Twitter, Google Reader, Blogger, Youtube und Picasa. Getwitterte Inhalte oder bei Flickr eingestellte Fotos können damit automatisch als Buzz erscheinen. Die grosse Konkurrenz (Facebook) fehlt hier als Partneranwendung, was nicht sehr überrascht.



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