Facebook: 0,038 Prozent Stimmbeteiligung
Die Abstimmung zu den neuen Datenschutz-Richtlinien ist am Freitag zu Ende gegangen. Die Beteiligung lag auf dem erwartet tiefen Niveau. Die neuen Richtlinien sind somit am Wochenende in Kraft getreten.
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» Von , 11.06.2012 11:10.
Eine Woche lang hatten Facebook-Mitglieder die Möglichkeit, für oder gegen die neuen Datenschutz-Richtlinien des sozialen Netzwerks zu stimmen. Von dieser Möglichkeit machten bis zum Samstag 342'632 Personen Gebrauch. Dies entspricht etwa 0,038 Prozent der gesamten Mitgliederzahl von über 900 Millionen. Nur: Um die Einführung der neuen Richtlinien verhindern zu können, hätten mindestens 30 Prozent der Nutzer abstimmen müssen – also fast tausendmal so viele. Da verkommt es zur Randnotiz, dass fast 300'000 oder rund 87 Prozent der Abstimmenden gegen die Einführung der neuen Richtlinien gestimmt haben.
Facebook zeigte sich überrascht, dass «trotz der erheblichen Anstrengungen, die Nutzer zum Abstimmen zu bewegen» nur eine verschwindend kleine Anzahl Mitglieder abstimmte. Mit diesen Anstrengungen meint das soziale Netzwerk übrigens das Übersetzen der Wahlunterlagen in verschiedene Sprachen und das Ankündigen der Abstimmung in den Newsfeeds. Auch sei ja die Medienberichterstattung ausführlich gewesen – zumindest mit Letzterem hat Facebook nicht ganz unrecht. Es ist aber offensichtlich, dass Facebook trotz der «erheblichen Anstrengungen» zu wenig getan hat, um die Nutzer über die Abstimmung in Kenntnis zu setzen – anders lässt sich die extrem tiefe Wahlbeteiligung nicht erklären.
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