Elektronischer Briefkasten bringt neue Funktionen - und wirft neue Fragen auf

Der elektronische Briefkasten der Post erhält neue Funktionen und ist auch als App verfügbar. Ob der Dienst bei der Bevölkerung aber überhaupt ankommt, bleibt unkar.

» Von Fabian Vogt , 08.10.2014 16:35.

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Ab sofort ist es Nutzern von «E-Post-Office» möglich, Daten ins Postfach hochzuladen. Maximal 5 GB-Speicher stehen dafür pro Kunde gratis zur Verfügung. Danach werden pro zusätzlichem Gigabyte je 50 Rappen pro Monat verrechnet. Dazu gibt es nun eine App für iOS und Android. Damit die Empfänger selbst bestimmen können, wann und wo sie ihre Post öffnen, schreibt die Schweizerische Post.

Bisher war «E-Post-Office» hauptsächlich ein elektronischer Briefkasten. Empfänger konnten wählen, ob sie ihre Briefe künftig weiter physisch in den Hausbriefkasten, elektronisch über die E-Post-Office-Plattform oder verschlüsselt als Email erhalten wollen. Dazu konnten die Dokumente geordnet und gesucht werden.

Rechnungen bezahlen - vielleicht 2015

Nächstes Jahr sollen dann auch Rechnungen im E-Post-Office bezahlt werden können. Allerdings bezeichnete dies die Post schon bei der Produktlancierung im Juli als «nächsten Schritt».

Für Absenderkunden steht E-Post Office neu auch als Druckertreiberversion zur Verfügung. Allerdings ist der einzige Absenderkunde bisher Postfinance. Mit anderen würde man in Verbindung stehen, schreibt die Post auf Nachfrage.

Nutzerzahlen gibt es keine

Ebenso vage bleibt sie, was die Zahl der Nutzer betrifft. «Wir geben keine Zahlen bekannt», sagt Mediensprecher Richard Pfister. Seinem Zusatz «E-Post-Office ist gut angelaufen,» kann darum nicht uneingeschränkt Glauben geschenkt werden.

Fakt ist, dass die Post mit «E-Post Office» in direkte Konkurrenz zur Swisscom getreten ist. Die ehemals andere Hälfte der PTT hat im Juni ihren Dienst «Docsafe» vorgestellt, ebenfalls ein Cloud-Speicher für Privatkunden. Und Basis für ihre «Cloud für die Schweiz». Bei Docsafe ist der gratis Speicherplatz unlimitiert, dafür konnte man noch keine grösseres Unternehmen als Partner bekanntgeben. 

 

 

 

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