Dramatische Kürzungen bei Cisco

Ciscos CEO John Chambers verordnet seiner Firma einen engen Sparkurs.

Ciscos CEO John Chambers kündigt Kürzungen an, ohne konkret zu sagen, wo diese erfolgen werden

» Von Jens Stark , 11.04.2011 09:52.

Langsam aber sicher spürt der Netzwerkriese Cisco Systems die Konkurrenz. Zwar hält das Unternehmen nach wie vor einen Anteil von 70 Prozent im Markt für Router und Switches. Doch die Luft wird zunehmend dünn, wie Cisco-Chef Chambers kürzlich vor Finanzanalysten zugeben musste.

Namentlich Firmen wie IBM, Oracle und Hewlett-Packard sowie zahlreiche jüngere Unternehmen in den Bereichen Software und Asics (Application-specific Integrated Circuits) setzen laut dem Cisco-CEO der Firma zu. Deshalb tritt er nun auf die Kostenbremse. «Wir müssen die Ausgaben dramatisch herunterfahren», meint Chambers.

Zuvor hatte der CEO ein Memo an seine Mitarbeiter verschickt, in dem er unumwunden zugab, dass man sich etwas zu lange auf den Lorbeeren ausgeruht habe (Computerworld.ch berichtete). «Wir haben für Entscheidungen zu lange gebraucht, wir hatten einige Überraschungen an Stellen, an denen wir sie nicht hätten erleben sollen», schreibt Chambers in der Mitteilung. «Das ist nicht akzeptabel. Und es ist genau das, was wir nun angehen», folgert er.

Die nun angekündigten Sparmassnahmen sind Teil eines massiven Turnarounds, bei dem auch die Produktelinien gestrafft werden sollen. So werde man sich künftig auf maximal fünf Gebiete fokussieren. Zu diesen gehört beispielsweise der Bereich für Videokonferenzen. Hier werde Cisco die Ausgaben um 40 Prozent erhöhen, führt Chambers aus. Ein weiterer Schwerpunkt beinhalte «Technologie und Geschäftsarchitektur», meint der Cisco-Chef, ohne genauer auszuführen, welche Produkte hierunter konkret fallen.

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