Brocade: Von Ost nach West in 3,6 Mikrosekunden

Im Rahmen einer Veranstaltung des Partners BNC in Bern hat Brocade Trends und Produkte im Netzwerkbereich aufgezeigt.

Chris Kälin von Brocade während des BNC-Events in Bern

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» Von Jens Stark , 19.10.2012 15:32.

Der mittlerweile stark ins IP Networking expandierende, aus dem Speichernetzbereich stammende US-Hersteller Brocade hat nicht umsonst seinen Europa-Sitz in Genf gewählt. Denn dort hat das Unternehmen einen seiner prestigeträchtigsten Kunden: das Cern.

Das Europäische Kernforschungzentrum verwendet denn auch Netzwerkgeräte von Brocade, um die Unmengen Daten weiterzubefördern, die etwa während Experimenten mit dem LHC (Large Hadron Collider) anfallen. Hier habe Brocade auch bereits seit über einem Jahr Switches im Einsatz, die über 32 Ports à je 100 Gigabit pro Sekunde Bandbreite verfügen, meint Chris Kälin,Territory Account Manager bei Brocade Schweiz, während der Informationsveranstaltung, die das in Schönbühl bei Bern beheimatet Partnerunternehmen BNC Business Network Communications ausgerichtet hat. Derzeit plane man denn auch mit dem Cern eine Migration auf Schaltzentralen mit 100 mal 100 GBit.

Dabei ist sich Kälin der Vorreiterrolle bewusst: «Was das Cern heute macht, wird in fünf bis sieben Jahren auch in Unternehmen Realität», ist er überzeugt.

Zu den Trends, die Unternehmen derzeit umtreibt, gehört laut Kälin der Einsatz von sogenannten Fabrics im Rechenzentrum. Wegen der zunehmenden Virtualisierung kommen hierarchisch aufgebaute Netze an ihre Grenzen. Der Datenverkehr dürfe daher nicht nur von «Norden nach Süden» sondern auch von «Ost nach West» geführt werden. Eine solche Verflachung der Hierarchien durch ein Fabric erlaubt auch das vor Kurzem vorgestellte Topend-Modell VDX8770. Dieses kommt mit 8000 Ports oder mit 320’000 virtuellen Maschinen klar. Und der horizontale Verkehr ist schnell, wie Kälin darlegt. Der Weg zwischen Port 1 und Port 8000 sei in 3,6 Mikrosekunden zurückgelegt.

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