Transparente Kosten dank IT-Outsourcing
Die im Bau- und Dienstleistungsbereich tätige Weiss+Appetito AG entschied sich, den grössten Teil der Informatik auszulagern. Dadurch konnte sie die
Kostentransparenz sowie die Datensicherheit erhöhen.
Ziehen nach einem Jahr Betrieb eine positive Bilanz des IT-Ousourcings: Christoph Holzer (li.) und Thomas Baumgartner.» Von , 01.02.2008 08:40. Letztes Update, 01.02.2008 08:41.
Martina Rettenmund ist freie Journalistin in Biel.
Soll man die Informatik selbst betreiben oder soll man sie auslagern? Eine Grundsatzfrage, mit der sich jedes Unternehmen irgendwann konfrontiert sieht. Auch die Berner Baudienstleisterin Weiss+Appetito. Bei ihr standen vor rund einem Jahr zwei wichtige Entscheidungen an: Einerseits war eine neue ERP-Lösung nötig. Zweitens mussten die veralteten Firmenserver ersetzt werden. Vor allem das zweite Problem war dringlich, denn das von 160 Anwendern genutzte System war nicht redundant aufgebaut. Die Server standen in einem Raum in der Betriebszentrale in Kerzers. Ein Brand oder ein Wasserschaden hätte den Betrieb für mindestens zwei Wochen lahm gelegt.
Auslagerung wohl überlegt
Laut Thomas Baumgartner, Mitglied der Gruppenleitung und Partner bei Weiss+ Appetito, wuchs die Abhängigkeit der Baudienstleisterin von der Informatik in den letzten Jahren kontinuierlich. Die Forderung nach steter Verfügbarkeit und die immer komplexeren Anforderungen von Seiten der internen und externen Kunden machten eine Modernisierung unumgänglich. Beispielsweise forderten die grossen Telekomfirmen, für die Weiss+Appetito im Dienstleistungsbereich tätig sind, Antwort- und Zugriffszeiten, die das bestehende System kaum mehr bieten konnte.
Zusammen mit Christoph Holzer, Bereichsleiter Informatik von Weiss+Appetito, evaluierte Baumgartner daher Lösungsmöglichkeiten für die anstehenden Aufgaben. Dabei zogen sie sowohl eine neue Inhouse-Lösung, als auch die Auslagerung der IT in Betracht. Baumgartner: «Erstens gehören Informatik und Datenverarbeitung nicht zu den Kernkompetenzen von Weiss+Appetito. Zweitens ging es um viel Geld.» Denn zusätzlich zu den Investitionen für einen zweiten Serverraum, neue Hardware und die Datensicherung wäre mehr Personal für den Support nötig geworden.
Andererseits hatten Baumgartner und Holzer hohe Ansprüche an einen potenziellen Outsourcing-Partner. Die Weiss+Appe-tito-Gruppe hat mehr als 400 Mitarbeitende, ein Teil davon mit wechselnden Arbeitsplätzen. Baustellen müssen innerhalb von 48 Stunden IT-seitig komplett ausgerüstet werden können. Zudem wollten sie keinerlei Abstriche bei der Wirtschaftlichkeit machen und forderten vom Partner geographische Nähe zum Firmensitz, Erfahrungen im Industriebereich sowie zwei räumlich voneinander getrennte Datencenter.



KOMMENTARE
KOMMENTAR SCHREIBEN