So tickt die Cloud: AWS, Azure und Docker stark - Sicherheitssorgen unbegründet - Kostenkontrolle wichtiger- DevOps im Fokus

1060 Unternehmen weltweit verraten, welche Cloud-Services sie am liebsten nutzen, welche Business-Vorteile sie realisiert haben und wo es Probleme gab. Der State-of-the-Cloud-Report 2016.

» Von Michael Kurzidim , 12.02.2016 15:21.

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Die Cloud-Spezialistin Rightscale hat 1060 Unternehmen weltweit gefragt, wie wichtig die Cloud für sie ist, welche Services sie bereits nutzen und wie ihre Zukunftsplanung aussieht. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer sind KMU mit maximal 100 Mitarbeitern. 42 Prozent fallen in die Kategorie der Grossunternehmen ab 1000 Angestellten, der Rest liegt dazwischen. Das ist ein guter, repräsentativer Mix. Bei den Regionen dominiert allerdings Nordamerika, die Heimat von 61 Prozent der befragten Firmen. Europa ist zu 19 Prozent vertreten.

71 Prozent haben eine hybride Cloud-Architektur im Einsatz, kombinieren also Private/On-Premise-Dienste mit Services aus der Public Cloud. Ein beliebtes Beschaffungsmodell, das das Beste aus den beiden Welten Private und Public miteinander kombiniert. 82 Prozent der Grossunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern bezeichnen sich als Multi-Cloud-Nutzer.

Der beliebteste und am meisten genutzte Public-Cloud-Service sind die AWS (57 Prozent) mit ihren Infrastruktur-Angeboten Compute und Storage. Microsoft Azure (IaaS u. PaaS) hat stark aufgeholt, liegt zurzeit aber erst bei 20 Prozent aktueller Nutzung. Allerdings experimentieren weitere 29 Prozent mit den Azure-Diensten, und nochmals weitere 15 Prozent haben den Einsatz bereits konkret geplant. Microsoft Azure wird also auch in Zukunft stark zulegen.

Je mehr Erfahrung ein Unternehmen mit der Cloud gesammelt hat, desto stärker tritt das Thema Sicherheit in den Hintergrund. Cloud-Einsteiger sorgen sich am häufigsten um die Sicherheit ihrer Daten und ihrer Business-Applikationen. Anscheinend sind die Sorgen grösstenteils unbegründet. Für erfahrenere Cloud-Kunden rücken dagegen die Themen Kosten-Management und Compliance stärker in den Vordergrund. Einsteiger, Fortgeschrittene und Cloud-Profinutzer haben jedoch immer noch Probleme damit, dass es zu wenig Experten gibt, die sich mit der Cloud tatsächlich auskennen.

Die Mehrheit der Unternehmen hält diese Probleme aber für lösbar. Cloud-Kunden - besonders die Erfahrenen - haben vor, ihr Engagement in Zukunft weiter zu verstärken und mehr Workloads in die Cloud zu verlagern. Über die Hälfte der erfahreneren Cloud-Kunden konzentriert sich darauf, ihr Cloud-Engagement so zu verbessern, dass eine optimal Kosten/Nutzen-Ratio erreicht wird. Bei den Profis, die die Cloud-Kinderkrankheiten überwunden haben, rücken dann die Topics Container und DevOps stärker in den Fokus.  

DevOps bezeichnet einen Management-Ansatz, der die engere Zusammenarbeit zwischen Entwicklern (Developers) und IT Operations, die sich um den reibungslosen IT-Alltagsbetrieb kümmert, sehr forciert. Die Container-Managementwerkzeuge von Docker haben einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. 29 Prozent nutzen Docker, weitere 38 Prozent planen den Einsatz. Mit Containern lassen sich Applikationen sehr schnell und einfach provisionieren. Container sind in dieser Hinsicht gegenüber Virtuellen Maschinen im Vorteil.

Cloud-Kunden schätzen am Beschaffungsmodell Cloud vor allem den extrem schnellen Zugang zur Infrastruktur, also Servern/Compute und Speicher. Ausserdem skalieren Ressourcen aus der Cloud nahezu beliebig, Hochlast-Szenarien (zum Beispiel Peaks zur Weihnachtszeit) verlieren dadurch viel von ihrem Schrecken. Im Business schlägt sich dieser technologische Vorteil in einer schnelleren Time-to-Market nieder. Kosteneinsparungen spielen für ein Viertel der Cloud-Einsteiger eine Rolle. Eine ganze Reihe andere Vorteile sind ihnen aber wichtiger.

       

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