Sieben neue Trends im Data Center

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» Von IDG/Ariane Rüdiger (freie Journalistin in München), 31.08.2012 05:15.

Trend 6: Neue Netze fürs Cloud-RZ

Auch in den Netzwerken in und zwischen Rechenzentren stehen grosse Veränderungen an. Mindestens zwei bis drei GBit/s Durchsatz müssen es heute schon sein. Und fünf bis zehn Prozent des Data Center-Budgets sollten in die Verkabelung fliessen, empfiehlt jedenfalls der RZ-Ausrüstungsspezialist Anixter in einem Informationsfilm.

Massgebliche Richtlinie ist hier die aus den USA stammende TIA 942A respektive das Pendant ISO/IEC 24764. Für Kupferkabel auf der Horizontalebene werden Cat-6- oder -6A-Kabel vorgeschlagen, bei Glasfaser die Kabelklassen OM3 oder OM4. Standardgeschwindigkeit ist heute 10G. Für 40/100 GBit/s gibt es zwar inzwischen mit 802.3ba eine Norm, doch dürften diese Transportmechanismen wohl vorläufig eher selten eingesetzt werden. Switche sollten entweder in der Serverreihe (End/Middle of the Row) oder aber auf dem Rack sitzen, beispielsweise bei bestimmten Blade-Architekturen. Letzteres bringt allerdings eine hohe Herstellerabhängigkeit mit sich.

Software Designed Networking (SDN) im RZ

Ein wichtiger neuer Trend in diesem Kontext heisst Software Designed Networking (SDN). Gemeint ist die routerunabhängige, über einen Controller ausserhalb des Datenpfades laufende Definition von Netzverbindungen, die auch parallel für mehrere Anwendungen über dieselbe Leitung laufen können. Gerade haben Brocade und NEC auf diesem Sektor eine enge Kooperation angekündigt, was Cisco in seiner Rolle als führender Anbieter von Netzwerkinfrastruktur herausfordern dürfte. Brocade will eine Koexistenz klassischen Networkings mit SDN auf derselben Infrastruktur ermöglichen. NEC hat mit dem Programmable Flow Controller den ersten Controller für die derzeit populärste SDN-Technologie OpenFlow im Programm. Auch die Gemeinde der Metro-Ethernet-Provider wünscht sich OpenFlow, um schneller als bisher Verbindungen über die Grenzen einzelner Providernetze hinweg anzubieten. Dann können beispielsweise leichter Lasten zwischen einzelnen Cloud-Rechenzentren verschoben werden.

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