Sieben neue Trends im Data Center
Energieeffizienz wird in der Data-Center-Szene zum zentralen Thema, der RZ-Standort immer wichtiger. Rechenzentrums-Betreiber und –Ausrüster organisieren sich europaweit in einem Verband.
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» Von , 31.08.2012 05:15.
Moderne Rechenzentren arbeiten immer energieeffizienter, sind modular aufgebaut und in Cloud-Szenarien eingebunden. Zugleich entdecken RZ-Provider die sich bietenden Chancen, wenn sie ihre IT-Anlagen als Komponente eines Gesamtsystems aus Energie, Daten und Ressourcen begreifen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, welche Trends die Data-Center-Branche verändern und wie sich User, Provider und Hersteller in einem europäischen Verband zusammenschliessen.
Trend 1: Data Center mit PUEs unter 1,2 werden zur Regel
«Rechenzentren mit einem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) über 2 wird es in spätestens fünf Jahren nicht mehr geben», prognostiziert Paul Francois Cattier, Global Vice President Data Center bei Schneider Electric. Die RZs etwa, die auf der Fachkonferenz Datacentres 2012 in Nizza vorgestellt wurden, hatten allesamt PUE-Werte unter 1,2. Manche kamen gar unter 1,1. Das bedeutet, dass weniger als 10 Prozent der gesamten verbrauchten Energie zusätzlich für Kühlung, Klimatisierung etc. verwendet werden müssen. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass immer mehr RZ-Bauer beginnen, die technischen Toleranzen der Geräte bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit auszuschöpfen und Rechenzentren demzufolge immer öfter bei Temperaturen zwischen 22 und 30 Grad betrieben werden.
«Wir behandeln unsere Server viel zu vorsichtig», ist Chris Belady, General Manager Datacenter Services bei Microsoft, überzeugt. Er liess schon einmal ein kleines Rechenzentrum sieben Monate ausfallfrei in einem Zelt laufen. Andere sehen das ähnlich: Neue Rechenzentren des Hosters Telehouse werden für eine Umgebungstemperatur von 35 Grad ausgelegt, bisher fuhr man mit 29 Grad und hatte keine Komplikationen. So berichtet auch Derek Webster, Head of Datacenter Development EMEA bei Yahoo: «Wir haben in unserem neuen New Yorker Data Center das vorgegebene Spektrum für Luftfeuchtigkeit und Temperatur weit überschritten – ohne negative Auswirkungen! Wir wollen, dass die Normen angepasst werden.» Dann würde in vielen Regionen schlichte Freiluftkühlung ausreichen, um die Geräte arbeitsfähig zu halten. Dazu kommen, wie beim Yahoo-RZ in New York, innovative architektonische Konzepte, die die Architektur zum Beispiel dem natürlichen Strömungsverhalten der Luft anpassen.
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