Salesforce schliesst grosse Cloud-Kooperation mit Google

Google und Salesforce bauen ihre Partnerschaft aus und wollen im Zuge eines neuen grossen Cloud-Deals ihre Daten zusammenführen. Salesforce-Werbekunden können damit künftig also auch auf Google Insights zugreifen.

» Von Susanne Gillner, 08.11.2017 11:34.

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Wenn zwei Daten-Riesen aufeinanderprallen: Google und Salesforce arbeiten schon lange zusammen, intensivieren nun aber ihre Partnerschaft. Konkret haben die beiden Schwergewichte einen neuen grossen Cloud-Deal angekündigt, im Zuge dessen die Unternehmen ihre Daten aus der Salesforce Marketing Cloud und Googles Cloud Platform bündeln.

Die Google Cloud wird dabei zum «Preferred Public Cloud»-Partner, also zum bevorzugten Public Cloud Provider von Salesforce. Salesforce will dabei peu à peu auf die Google-Plattform zugreifen, «um im Rahmen der internationalen Expansion seiner Infrastruktur die schnell wachsende weltweite Kundenbasis optimal zu unterstützen». Zudem werden die CRM-Tools des Anbieters in Googles G Suite und Google Analytics integriert, um Daten aus Vertrieb und Marketing über Salesforce Sales Cloud, Salesforce Marketing Cloud und Google Analytics 360 zu verbinden. Das heisst: Werbekunden, die Salesforce nutzen, bekommen also Zugriff auf eine Vielzahl von Google-Daten, darunter etwa die Suchhistorie.

Salesforce-Bestandskunden können im Rahmen der Kooperation zudem die G Suite ein Jahr lang kostenlos einsetzen. Ausserdem wird Google weiterhin Salesforce als bevorzugten CRM Provider nutzen sowie Salesforce die G Suite weiterhin als bevorzugten E-Mail- und Produktivitäts-Anbieter.

Salesforce fährt zweigleisig

«Die Partnerschaft ist selbsterklärend. Salesforce CRM und die G Suite arbeiten zusammen einfach viel effektiver», erklärt Diane Greene, Chief Executive der Google Cloud. «Darüber hinaus freuen wir uns, dass Salesforce angekündigt hat, seine Kerndienste künftig auf unserer Cloud laufen zu lassen. Zusammen mit Google Analytics 360 ermöglichen die Sales und Marketing Cloud von Salesforce einfach bessere Einblicke.»

Interessanterweise hatte Salesforce im Mai vergangenen Jahres einen ähnlichen Pakt mit Amazon Web Services (AWS) geschlossen, im Zuge dessen das Unternehmen aus Seattle zum «Preferred Partner» gemacht wurde. Google trägt nun den gleichen Titel. Wie die Verantwortlichen aber betonten, soll die bestehende Amazon-Partnerschaft keinerlei Auswirkungen auf die Kooperation mit Google haben. Wie die Arbeit mit den beiden Konkurrenten aber in der Praxis genau aussieht, erklärte Salesforce nicht.

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