Outsourcing in der Schweiz
Die IT-Landschaft wird immer komplexer und aufwändiger, die Anforderungen an die IT wachsen, neue Techniken werden immer schneller lanciert. Entsprechend überlegen immer mehr Schweizer Unternehmen, ihre IT ganz oder teilweise auszulagern. Doch was muss dabei beachtet werden? Ein Leitfaden.

» Von , 17.07.2007 08:39. Letztes Update, 17.07.2007 08:40.
Nicolas Vezin ist CEO der Steria Schweiz AG.
Es gibt mehr als genug Gründe für Schweizer Unternehmen, über einen Strategiewechsel punkto IT-Infrastruktur nachzudenken: Wachsende Datenmengen und strukturelle Veränderungen in Unternehmen führen zu einer immer komplexeren IT-Landschaft. Wartung und Support der über die Jahre gewachsenen Strukturen gestalten sich zunehmend kompliziert und teuer. Verschiedene Plattformen und Systeme müssen zusammengeführt werden, doch oftmals fehlt es an internem Know-how. Anstehende Technologiewechsel bergen nicht unerhebliche Risiken für das Kerngeschäft. Die IT soll oder muss konsolidiert werden, es wird nach mehr Kostentransparenz und einer Reduktion der finanziellen Aufwendungen verlangt.
Die Aufzählung macht klar: die Zahl der Problemstellungen bezüglich der IT-Infrastruktur ist gross und früher oder später sieht sich die Geschäftsleitung mit der Entscheidungsfindung konfrontiert. Dabei ist insbesondere auch die Frage zu klären, ob sich das selektive oder gar das komplette Auslagern der unternehmenseigenen IT in die Hände eines externen Dienstleisters lohnt.
Keine leichte Entscheidung, denn IT-Outsourcing ist vor allem eine Frage des Vertrauens. Mit der Auslagerung der Informatik gibt ein Unternehmen sensible und vielleicht auch geschäftskritische Daten in fremde Hände. Es benötigt daher zwingend die Gewähr, dass die Daten vertraulich gehandhabt werden und dass alle geschäftsrelevanten Prozesse jederzeit uneingeschränkt funktionieren. Um überhöhte Erwartungen auf Kundenseite ebenso zu vermeiden wie mangelhafte Arbeit von Seiten des Dienstleisters, sollten Outsourcing-Partner klare und für beide Seiten verbindliche Vereinbarungen treffen, welche die im Outsourcing-Vertrag ausgehandelten Leistungen messbar machen.
Den richtigen Partner finden
Fällt die Entscheidung zugunsten des IT-Outsourcings, so stellt sich die Frage: Wie findet man den richtigen Experten für eine solch umfangreiche und strategische Aufgabe? Neben zahlreichen Anforderungen an den künftigen IT-Partner (siehe Kasten) sollte auch die Transparenz des gesamten Outsourcing-Prozesses im Zentrum der Überlegungen stehen. Eine klar strukturierte und durchschaubare IT-Partnerschaft wird umso wichtiger, je mehr Verantwortung der Outsourcing-Dienstleister für den Geschäftsprozess des Kunden trägt.



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