«Freiberufler werden immer begehrter»
» Von , 04.01.2008 08:39.
Natürlich kann die zeitliche Beschränkung auch Nachteile bergen. Jedes Unternehmen sollte sich vor dem temporären Einsatz eines Spezialisten überlegen, was in sechs bis zwölf Monaten geschieht, wenn der Externe das Unternehmen wieder verlässt.
Zum Unternehmen
Hays Schweiz
Die Personalvermittlerin Hays beschäftigt 70 ständige Mitarbeiter in schweizweit drei Filialen. Sie rekrutiert Spezialisten für zeitlich begrenzte Projekteinsätze und zur Festanstellung. In der Schweiz ist Hays seit sieben Jahren tätig und auf die Berufsgruppen IT, Engineering, Finance, Pharma und Legal spezialisiert.
Studie
Gemischten Projektteams gehört die Zukunft
Freiberufler haben den Aufstieg geschafft. Sie haben sich vom Lückenbüsser zum gut bezahlten Objekt der Begierde entwickelt. Der ausgetrock-nete IT-Arbeitsmarkt kann auf die als effizient, leistungsstark und innovativ geltenden Spezialisten auf Zeit nicht mehr verzichten. Die Unternehmen sind auf das Fachwissen von Spezialisten angewiesen, deren Fest-anstellung entweder zu teuer wäre - oder die auf dem Arbeitsmarkt nicht rasch genug zu finden sind.
Externe in allen Bereichen
In der Not holen sich die Firmen die Spezialisten von draussen, bilden Projektgruppen und integrieren die Zeitarbeiter befristet in gemischte Teams. So werden Freiberufler in allen Bereichen der IT eingesetzt. Sie implementieren neue Software, schu-len die internen Mitarbeiter auf SAP-Systemen, richten Datenbanken ein oder helfen, das Security-Umfeld zu modernisieren.
Externe bringen Tempo mit
Die Unternehmen, das zeigt eine Studie von Hays unter 489 Managern diverser Branchen in Deutschland, profitieren von den gemischten Teams. Letztere erachten fast zwei Drittel der Befrag-ten für produktiver. Der Transfer von Fach- und Methodenwissen funktioniert besser, Probleme werden rascher erkannt, verkrustete Strukturen effizienter aufgebrochen. Weil Externe eher bereit sind, mit Tabus zu brechen und nicht in firmenpolitische Querelen verstrickt sind. So attestieren 64 Prozent der befragten Manager den gemischten Teams, dass diese Zeitvorgaben besser einhalten und tragfähigere Alternativen entwickeln. Zudem sorgt der Wissens-transfer von den externen auf die internen Mitarbeiter dafür, dass das interne Know-how mitwächst.
An Grenzen stösst der Einsatz externer Spezialisten dort, wo an den Grundlagen eines Unternehmens gearbeitet wird, also beispielsweise in der Forschungsabteilung. Müssen hier dennoch externe Mitarbeiter eingesetzt werden, ist darauf zu achten, dass das vom Freiberufler erworbene Wissen sauber dokumentiert und durch Geheimhaltungsabkommen «abgesichert» wird.
Klare Verträge sind nötig
Generell ist bei Einbeziehung von Freiberuflern auf klare vertragliche Definitionen zu achten, etwa zu deren Funktionsumfang oder zum Zeitfenster des Projektes. Überdies empfiehlt es sich, die Leitung des Gesamtprojektes und grösserer Teilprojekte mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen zu besetzen. So können Verzögerungen vermieden werden und die Hierarchien sind klar strukturiert. Unnötige Reibereien im Team und dadurch verursachte Effizienzverluste können so gezielt vermieden werden.



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