E-Shop-Boom: Sind Sie dabei?

E-Shops boomen - immer mehr KMU präsentieren ihr Angebot im Netz. Auch eine Folge von Web 2.0. Was aber sind die Vor- und Nachteile von E-Shops? Und was verhilft diesen zum durchschlagenden Erfolg?

  

» Von Marcel Aumer, 16.07.2007 08:35. Letztes Update, 16.07.2007 08:36.

Marcel Aumer ist CEO der Aargauer Webdienstleisterin Three Way AG.

Onlineshops erfreuen sich, das zeigen diverse Studien, einer grossen Nachfrage. Vor allem seit Web 2.0 in aller Munde ist, explodiert die Anzahl der E-Shops geradezu. Immer mehr Unternehmen bieten ihre Produkte im Netz an. Der Grund ist einleuchtend und nachvollziehbar: Firmen wollen möglichst effizient, ohne viel Aufwand neue Kunden gewinnen und den Umsatz schnellstmöglich steigern. Dabei bietet der Onlineshop viele Vorteile: Er ist 24 Stunden am Tag geöffnet und nicht an Ladenöffnungszeiten gebunden. Die -Produktpflege ist relativ einfach und schnell möglich, der Beratungsaufwand gering. Dem Kunden wird ein Live-Tracking sowie eine ideale Marktbeobachtung ermöglicht. Zudem ist der Personalaufwand des Anbieters gering, da kein Verkaufspersonal im Ladenlokal stehen muss.

Doch Onlineshops haben auch Nachteile: So ist der Anbieter einer deutlich grösseren Preistransparenz sowie ständiger Konkurrenzbeobachtung ausgesetzt. Und auch der Marketingaufwand ist nicht zu unterschätzen. Überdies ist der E-Shop nur produktorientiert und bietet eine begrenzte Informationsmöglichkeit - eine individuelle Beratung ist nicht möglich. Es hat sich vermehrt gezeigt, dass Kunden nicht «nur» kaufen wollen. Immer häufiger wünschen Onlinekunden mehr Information rund um die Produkte und den damit verbundenen Nutzen.

Ist ein E-Shop einmal etabliert, führen entsprechend erst zusätzliche Anstrengungen zum erwünschten Erfolg. Nur eine begleitende Newsletterkampagne sowie die richtige Onlinestrategie kann den -Besuch auf den Webseiten und damit den Verkauf der dort angebotenen Produkte nachhaltig fördern.

KMU müssen sich bewusst sein, dass es nicht ausreicht, ihre Produkte auf die Schnelle ins Web zu stellen. Ein in die Unternehmensprozesse integrierter Shop wirkt sich auf alle Bereiche einer Firma aus. Gerade in diesem Punkt ist übertriebenes Kostenbewusstsein fehl am Platz: Wer sich für den vermeintlich günstigsten Webshop-Anbieter ohne spezifisches Wissen entscheidet, der die Prozessabläufe des Unternehmens nicht wirklich verstanden hat, wird über kurz oder lang mit den Konsequenzen konfrontiert.

Der Wahl des richtigen Technologiepartners kommt daher höchste Priorität zu. Dieser sollte sich auf die Prozesse durchgehender Systeme spezialisiert haben und über entsprechendes Wissen und Erfahrung verfügen. Er sollte ein System auf Technik- wie auf Kostenebene detailliert darstellen können. Die Integrationsstufen muss er in Webtechnologien umsetzen und die Shopfunktionalitäten und Schnittstellen Webserver-basiert betreuen können.

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