Credit Suisse lanciert renoviertes Online-Banking

Die Credit Suisse hat ihr Online-Banking umfassend renoviert. Für Privat- und Firmenkunden gibt es nun getrennte Portale, eine überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen.

» Von Luca Perler , 12.07.2017 07:00.

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Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Credit Suisse ihr Online-Banking umfassend renoviert. Mit der Überarbeitung trennt die Bank Lösungen für Privat- und Geschäftskunden stärker voneinander. Für Privatpersonen heisst der Dienst nun «Credit Suisse Direct» und für Firmen «Credit Suisse Direct Business». Am Dienstag seien die überarbeiteten Plattformen aufgeschaltet worden, schreibt die Credit Suisse in einer Medienmitteilung.

Die überholte E-Banking-Lösung für Privatkunden kommt nun in einer Kachel-Optik daher. Die Benutzeroberfläche besteht neu aus Widgets, die sich auf der Startseite individuell arrangieren lassen. Zudem steht nun ein «intelligenter Zahlungsassistent» zur Verfügung. Dieser soll bei der Eingabe von Zahlungen an bereits erfasste Angaben erinnern und so den Zahlungsprozess beschleunigen. Die Portfolioübersicht liefert nun einen Überblick über alle Vermögenswerte und lässt sich ebenfalls anpassen.

Zusatzfunktionen für Unternehmen

Optisch unterscheidet sich die Version für Firmenkunden nicht von jener für Privatkunden. Auch auf den «intelligenten Zahlungsassistenten» können Unternehmen zugreifen. «Credit Suisse Direct Business» umfasst allerdings noch einige weitere Zusatzfunktionen:

  • Administratoren können Mitarbeitenden je nach Funktion und Aufgabe Zugriffsberechtigungen verteilen.
  • Die sogenannte «Multibanking-Funktion» erlaubt zusätzlich das Anzeigen von Konten bei anderen Banken im Portal der Credit Suisse.
  • Mit dem Tool «Online Leasing» können Unternehmen Leasingverträge für Güter bis zu 1,5 Millionen Franken eingehen. Laut Credit Suisse können dabei verschiedene Leasingvarianten verglichen und ausgewählt werden. Anschliessend prüfe das Tool, ob alle Kriterien für eine Kreditvergabe erfüllt seien, danach lasse sich der Antrag digital unterschreiben und abschliessen.

Enge Zusammenarbeit mit Kunden

Bei der Renovation der E-Banking-Portale habe die Credit Suisse eng mit ihren Kunden zusammengearbeitet, heisst es in der Pressemitteilung weiter. Über 1000 Privatpersonen und 300 Kunden seien vorgängig konsultiert worden.

Nachdem sich Anke Bridge, die Digitalchefin der Credit Suisse, nun das Online-Banking vorgenommen hat, plant sie für das nächste Jahr offenbar bereits die nächsten Digitalisierungsprojekte. 2018 wende sich die das Unternehmen Themen wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Robo-Advisory zu, erzählte sie kürzlich dem Online-Nachrichtenportal «Finews» in einem Interview.

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