Zürcher Computer-Vision-Markt erhält Zuwachs

Das Zürcher Start-up Dacuda verkaufte im Februar seine 3D-Sparte an Magic Leap. Die bestehenden Kunden betreut nun der frühere Mitgründer Michael Born mit seinem eigenen Unternehmen PXL Vision.

» Von Luca Perler , 22.08.2017 14:00.

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Im Februar wurde die 3D-Sparte des Zürcher Start-ups Dacuda vom amerikanischen Mixed-Reality-Spezialisten Magic Leap übernommen. Nun hat der Dacuda-Mitgründer Michael Born mit drei ehemaligen Dacuda-Mitarbeitern ein eigenes Unternehmen namens PXL Vision gegründet. Es knüpft an die Tätigkeiten von Dacuda in den Bereichen Computer Vision, Artificial Intelligence und Deep Learning an.

Laut eigenen Angaben gründete Born die Firma, um für Dacuda die bestehenden Kunden zu betreuen und am rasch wachsenden Computer-Vision-Markt partizipieren zu können. Mit PXL Vision wolle er nun den Fokus auf die digitale Transformation der Geschäftsaktivitäten seiner Kunden legen und diese mithilfe von Computer Vision, Artificial Intelligence, Deep Learning sowie Virtual- und Augmented Reality unterstützen. «Die acht Jahre Erfahrung, die unser Team bei Dacuda sammeln konnte, helfen uns, von unseren Kunden als kompetenter Partner wahrgenommen zu werden», erklärt Michael Born.

Aufstrebender Markt

Wie PXL Vision in einer Medienmitteilung schreibt, gewinnen Computer Vision und Deep Learning zunehmend an Bedeutung und werden in einer Vielzahl neu aufkommender Anwendungsfälle benötigt – etwa bei autonom fahrenden Fahrzeugen oder Augmented-Reality-Anwendungen. «Dank unserer Technologie und Expertise sind wir hervorragend aufgestellt, um einzigartige Lösungen für diese schnell wachsenden Märkte zu liefern», wird Karim Nemr, CBO von PXL Vision und ehemaliger Head of Sales bei Dacuda, darin zitiert.

Mit dem Produkt «PXL Beam» hat das Unternehmen bereits eine Technologie im Portfolio. Dabei handelt es sich um eine Software-Engine zur Ermittlung, Klassifizierung und Visualisierung von Daten, Personen und Objekten. Eine Reihe von Erklärungs-Videos zu «PXL Beam» hat das Unternehmen auf seinem Youtube-Kanal aufgeschaltet.

Bei Kunden komme die Technologie heute schon für verschiedene Zwecke zum Einsatz. Sie reichen laut Nemr vom mobilen Onboarding und der Authentifizierung in der Telekommunikationsbrache, bis hin zum Check-in im Luftverkehr oder zur Entwicklung neuer Verbraucher-Headsets mit Virtual-Reality-Technologie. In den kommenden Monaten werde das Unternehmen eine Reihe weiterer Produkte vorstellen, die von seinen Industriekunden auf den Markt gebracht werden.

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