Yahoo tritt auf der Stelle

Wunder kann auch die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer nicht vollbringen: Der angeschlagene US-Internetkonzern kommt unter dem Druck grosser Rivalen wie Google und Facebook einfach nicht vom Fleck.

Marissa Mayer kommt mit Yahoo noch nicht richtig vom Fleck

» Von awp, 23.10.2012 08:21.

Das Geschäft stagnierte im dritten Quartal. Dennoch ging der Gewinn durch die Decke. Grund war der milliardenschwere Verkauf eines Anteils am chinesischen Internetunternehmen Alibaba.

Der Umsatz lag nahezu unverändert zum Vorjahreszeitraum bei rund 1,2 Milliarden Dollar. Die seit Juli amtierende Mayer sprach am Montag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale von einem «soliden Quartal». Sie sieht Yahoo auf dem richtigen Weg: «Wir fühlen uns ermutigt durch die Stabilisierung unseres Geschäft bei der Internetsuche und den grafischen Werbeanzeigen.»

Es war Mayers zweite Bilanzvorlage. Bei der ersten war sie gerade mal ein paar Tage im Amt. Immerhin konnte sie nun einen stolzen Gewinn von 3,16 Milliarden Dollar verkünden. Das war mehr als zehnmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Yahoo hatte die Hälfte seiner Anteile an Alibaba versilbert und zusätzlich eine gut dotierte Lizenzvereinbarung abgeschlossen.

Die Anleger waren zufrieden. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent. In der Vergangenheit hatte Yahoo die Erwartungen oftmals enttäuscht. Deswegen hatte der Verwaltungsrat die Vorzeigemanagerin Mayer zur Jahresmitte vom Rivalen Google abgeworben. Sie will Yahoo wieder zu einer der ersten Adressen im Internetgeschäft machen. Dazu scharte sie ein Team von neuen Managern um sich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Zukunftspläne

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