Wie Zürich das digitale Mekka Europas werden will

Digitale Konferenzen, Start-up-Förderungen und eine «Swiss Digital und Creative Akademie» sollen aus Zürich einen Hot-Spot der internationalen ICT-Szene machen.

» Von Fabian Vogt , 06.07.2015 11:34.

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Der Legislaturschwerpunkt eZürich ist vorbei. Ursprünglich lautete das hochgesteckte Ziel, aus Zürich irgendwann einmal das europäische Silicon Valley zu machen. Das ist noch nicht geglückt, dafür sind Städte wie Berlin oder London eine zu starke Konkurrenz. Doch eZürich war trotzdem ein Erfolg, die Limmatstadt macht sich als europäischer ICT-Hotspot immer mehr einen Namen. Das soll auch so bleiben.

Ende letzter Woche wurde zu dem Zweck die Initiative «DigitalZurich2025» gestartet – unverständlicherweise ohne eigenen Webauftritt -  die den Grossraum Zürich als attraktiven Standort für digitale Start-ups, Unternehmen und Talente positionieren will. Dafür wurden fünf Massnahmen definiert:

  • Jedes Jahr soll eine digitale Konferenz «mit weltweiter Reichweite» in Zürich stattfinden. Basis dafür bildet das Zürcher worldwebforum.
  • Der «Swiss Investor Summit» soll Schweizer Start-Ups mit internationalen Investoren und Wirtschaftsführern zusammenbringen. Um die Geldgeber zu garantieren, soll die Veranstaltung gleichzeitig mit dem WEF in Davos und am Zürcher Flughafen abgehalten werden.
  • Ein Start-Up-Accelerator-Programm soll Schweizer Jungfirmen einen besseren Start verschaffen. Dazu laufen Gespräche mit ähnlichen nationalen und internationalen Programmen, sagen die Veranstalter.
  • In der (noch zu gründenen) «Swiss Digital und Creative Akademie» soll das Wissen und die Kräfte von Hochschulen, Branchenexperten und ICT-Unternehmen gesammelt werden. Damit soll eine praxisnahe Ausbildung für digitale Themen ermöglicht werden. Als Standort haben sich die Veranstalter die Europaallee, direkt neben den Zürcher Hauptbahnhof, ausgesucht.
  • Die Initiative will auch den Schweizer Auftritt als Gastland der CeBIT in Hannover unterstützen. Wie genau, wird allerdings nicht gesagt.

«DigitalZurich2025» ist in Politik und Wirtschaft sehr breit abgestützt. Zum Gründungsgremium von Digital Zurich 2025 gehören die ETH Zürich, Ernst & Young Schweiz, Google Switzerland, Leonteq, Migros, Die Mobiliar, Oliver Wyman, Die Schweizerische Post, Ringier, SBB, SIX, Swiss, Swisscom, Swiss Life, UBS und FDP-Nationalrat Ruedi Noser. Die Schirmherrschaft übernehmen die Stadt Zürich, vertreten durch Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Kanton Zürich, vertreten durch Regierungsrätin Carmen Walker Späh, und der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, vertreten durch Heinz Karrer.

Im Lenkungsausschuss der Initiative sitzen Heinz Karrer, Präsident Economiesuisse, Patrick Warnking, Country Director Google Switzerland, Susanne Ruoff, CEO Die Schweizerische Post, Ruedi Noser, ICT-Unternehmer und FDP-Nationalrat, Marc Walder, CEO Ringier, Urs Schäppi, CEO Swisscom sowie Lukas Gähwiler, CEO UBS Switzerland.

Die Projektleitung wurde der Jungunternehmerin Sunnie J. Groeneveld, Mitgründerin und CEO von Inspire 925, übertragen.

 

 

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