Wie lange hält sich Windows noch an der Spitze?
Seit 2004 befinden sich die Marktanteile von Windows gegenüber Macs im Tiefflug. Die Vorherrschaft von Microsofts Windows ist vorbei, behauptet ein Analyst.
Die Grafik zeigt, überspitzt gesagt, Aufstieg und Fall von Windows.weitere Artikel
» Von , 06.07.2012 17:35.
Der Analyst Horace Dediu von Asymco behauptet, dass die Vorherrschaft von Microsofts Betriebssystem Windows im PC-Markt zu Ende ist. Dabei ist nicht etwa der Wunsch Vater des Gedankens, Dediu untermauert seine These mit eindrücklichen Zahlen. Er vergleicht die Verkaufszahlen von Windows-PCs und Macs über die letzten Jahrzehnte.
Als der Macintosh 1984 auf den Markt kam, traf er auf den bereits etablierten PC. Zu dieser Zeit wurden fast sechsmal so viele PCs wie Macs verkauft. Niemand konnte damals ahnen, dass Apple von einem solchen Verhältnis während der nächsten Jahrzehnte nur träumen können wird. Mit dem Erscheinen von Windows 95 erhielt Microsoft einen enormen Aufschwung, später verhalf Windows XP zu einem erneuten Höhenflug. Dieser gipfelte schliesslich 2004 in der totalen Marktdominanz: Das Verhältnis zwischen den verkauften Windows-PCs und den Macs erreichte den beinahe astronomischen Wert von 56. In absoluten Zahlen: Rund 183 Millionen verkaufte PCs standen gerademal etwas mehr als 3 Millionen Macs gegenüber.
Die Wende kam 2004
Doch dann, 2004, passierte etwas, wie Dediu in seiner Analyse festhält. Von da an sank nämlich das Verhältnis kontinuierlich, die Dominanz von Microsoft bröckelte zunehmend. Dies, obwohl die PC-Absätze weiterhin zulegen konnten – nur stiegen die Mac-Verkäufe seit 2004 ungleich schneller an. Einer der Schlüsselfaktoren für Apple war laut Dediu dabei das MacBook. Ohne in einem spezifischen Bereich wirklich besser zu sein als Windows-Notebooks, sei das MacBook einfach insgesamt das bessere Produkt gewesen.
Die Folge: Bis 2010 sank das Verhältnis zwischen PC- und Mac-Absätzen wieder unter 20. Ein Wert, der zuletzt vor der Lancierung von Windows 95 erreicht wurde. Was aber noch viel eindrücklicher ist: Zählt man das iPad, jenes Gerät, das womöglich die Post-PC-Ära eingeläutet hat, zu den Mac-Verkäufen hinzu, ist das Resultat noch eindeutiger. Windows ist dann noch etwa um den Faktor sechs vorne. Nimmt man auch noch das iPhone hinzu und komplettiert damit den Apple-Kosmos, dann beträgt das Verhältnis noch zwei zu eins.
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@Ludwig Knollenscheisser
Ja genau, dann hätten sie Hartz4 und 1-Euro-Jobber und Windows8 würde nur noch us-20 Doller kosten.
Dabei hat Steve Ballmer Schweizer Wurzeln...
Wäre vielleicht besser er hätte Deutsche...dann ginge es Microsoft besser.
Wären die PCs (IBM-Kompatiblen) nicht mit Windows zwangsverbundelt, dann wäre Microsoft Heute vielleicht einen Garagen-Firma.
Wenn man hier die iPhones von Apple mitzählt, kann man die Xbox Spielkonsolen von Microsoft auch mitzählen. Beides sind auf eine Art auch Computer.
Die Grafik ist übrigens durch ihre unübliche Skalierung (Faktor) hoch-manipulativ. Wenn man die gleichen Daten linear darstellt, könnte man damit keine Schlagzeile machen.
In der Grafik ist der grösste Absturz ab 2006 verzeichnet. In diesem Jahr erschien das völlig missratene Windows Vista und Bill Gates gab seinen Rücktritt bekannt.
Man kann also auch spekulieren, dass der Niedergang von Microsoft zum grössten Teil selbst verschuldet ist: lausige Software und ein neuer, unfähiger CEO... Steve Ballmer gibt ja echt nur heisse Luft von sich.