Weko untersucht Pay-TV-Praktiken von UPC

Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt die Pay-TV-Gepflogenheiten des Kabelnetzbetreibers UPC unter die Lupe. Konkret geht es um die Übertragung von Eishockeyspielen.

» Von Jens Stark , 30.05.2017 08:04.

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Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung im Bereich der Übertragung von Eishockey im Pay-TV eröffnet. Das Sekretariat der Weko habe Anhaltspunkte dafür gefunden, dass UPC im Bereich der Übertragung der obersten Schweizer Eishockeyligen ab der Saison 2017/18 im Pay-TV eine marktbeherrschende Stellung haben könnte und diese Stellung möglicherweise missbrauche, teilt die Bundesbehörde in einer Mitteilung mit.

In der Untersuchung der Weko steht demnach die Frage im Vordergrund, ob UPC konkurrierenden, insbesondere nicht über das Kabelnetz operierenden TV-Plattformanbietern die Eishockeyüber­tragungen ungerechtfertigterweise vorenthält.

UPC hat im Sommer 2016 von der Swiss Ice Hockey Federation für 5 Jahre die Übertragungsrechte für die obersten Schweizer Eishockeyligen ab der Saison 2017/18 erworben. Solche Exklusivrechte könnten eine marktbeherrschende Stellung begründen, die zu Gunsten von UPC missbraucht werden könnte, heisst es weiter. Dadurch könnten Konkurrenten von UPC im Plattformwettbewerb behindert werden.

Mit der Untersuchung reagiert die Weko auf eine Klage von Swisscom. Der Fernmelderiese hatte diese im April eingereicht. Hintergrund des Streits: UPC hatte die Übertragungsrechte nur den Kabelnetzbetreibern angeboten, nicht aber der Swisscom. Deren gut 1,5 Millionen Fernsehkunden sehen deshalb in Sachen Pay-TV-Eishockey-Übertragungen in der nächsten Saison buchstäblich in die Röhre.

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