UBS verschiebt 4000 IT-Jobs in Billiglohnländer

Die UBS wird in den nächsten zwei Jahren je 2000 IT-Stellen von Hochlohnstandorten in Billiglohnländer verlagern, sagt CIO Oliver Bussmann.

» Von Fabian Vogt , 21.11.2014 13:39.

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UBS-CIO Oliver Bussmann will 2015 und 2016 je 2000 Informatik-Stellen von «High-Cost-» an «Low-Cost»-Standorte verschieben. Dies berichtet «inside-it» mit Verweis auf ein «Town-Hall-Meeting» mit Bussmann.

Betroffen von den Massnahmen sollen zu 70 Prozent externe Mitarbeiter sein, schreibt das IT-Portal. Die Bank bestätigt diese Annahme nicht. Rund die Hälfte der weltweiten UBS-Informatiker sollen derzeit gemäss einer Quelle Externe sein, sogenannte Contractors. Von der UBS hiess es auf Nachfrage lediglich: «Die UBS prüft laufend Optionen, spezifische Kompetenzen oder Dienstleistungen bei Dritten zu beziehen oder gewisse interne Aktivitäten an kostengünstigere Standorte zu verlegen».

Falls die Bank Bussmanns Worte in die Tat umsetzt, sind die Konsequenzen klar: IT-Mitarbeiter in Zürich müssen um ihre Stelle bangen, genauso wie diejenigen in London, Hongkong oder New York. Wie viele Stellen in der Schweiz betroffen sind, ist nicht bekannt.

Verschiedene Schweizer Firmen haben in der Vergangenheit IT-Stellen in Low-Cost-Länder ausgelagert. Einige sind von diesem Schritt mittlerweile aber wieder abgekommen, weil der Service-Level nicht gehalten werden konnte.

Zurzeit versuchen beide Schweizer Grossbanken, auf Kosten der IT-Mitarbeiter Geld zu sparen. Anfang November verlor die Credit Suisse weitere Top-Shots, die die laufenden Budgetkürzungen nicht mehr mitmachen wollten. Einige davon gingen zur UBS - und werden nun merken, dass sie vom Regen in die Traufe kommen.

 

 

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KOMMENTARE

Armin Heinzmann: 22-11-14 04:16

Kann mich absolut nur anschliessen. Von mir sehen die in der UBS kein Geld mehr. Die Rechnung ist ganz einfach: Keine Schweizer Jobs - kein Geld von mir. Die Sicherheit ist in Indien sowieso nicht gewährleistet. Es gab deswegen schon öfters grössere Daten-Pannen, aber (leider) ist davon (noch) nichts an die Öffentlichkeit gelangt. Das dürfte sich aber bald ändern, wenn die noch mehr Mist bauen. Das Peinliche daran - es rechnet sich nicht, denn der Zusatzaufwand für das Offshoring ist viel grösser, als die Ersparnis, aber die internen Buchhaltungen sind alle auf einem Auge blind und so klopfen sich am Ende des Jahres die Manager wieder gegenseitig auf die Schultern für den Mist, den sie gebaut und den Schaden, die sie der Schweizer Wirtschaft zugefügt haben.

Dr. Feelgood: 21-11-14 15:28

Aber wenn die soviel einsparen wollen, dann erwarte ich schon, dass ich bei Transaktionen statt zu bezahlen, von denen Geld bekomme.

Aber spass beiseite, für solche Drohungen sollte man die UBS einfach boykottieren.

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