UBS-Präsident Weber erwartet Digitalwährungen von Notenbanken

Digitalwährungen, künstliche Intelligenz und weitere Techniken werden das Bankengeschäft grundlegend ändern. So sieht UBS-Präsident Axel Weber die Zukunft der Branche.

» Von sda/awp, 06.10.2017 07:05.

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UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber erwartet, dass Zentralbanken künftig eigene Digitalwährungen ausgeben würden. «Ich denke, die erste digitale Währung wird aus Asien kommen», sagte Weber am Mittwoch an einer Veranstaltung in Zürich.

Die Bitcoin zugrunde liegende «Distributed ledger»-Technologie, aber auch Künstliche Intelligenz und weitere Technologien dürften seiner Meinung nach das Bankengeschäft und die Bankarbeitsplätze verändern.

Gegenüber Bitcoin selbst sei er als ehemaliger Zentralbanker skeptisch, räumte Weber ein. So weise die Währung keinen intrinsischen Wert auf und eigne sich seines Erachtens deshalb nicht als Wertaufbewahrungs-Mittel, sagte er an seinem Referat am Mittwoch am Jahrestreffen des «Swiss Finance Institute» in Zürich.

Anders verhalte es sich mit Bitcoin in der Rolle als Transaktions-Mittel: Dort weise die Digitalwährung deutliche Vorteile etwa gegenüber Bargeld aus. Der «Blockchain»- respektive «Distributed ledger»-Technologie attestierte der UBS-Präsident grosse Chancen. Die Art der Aufbewahrung von Daten schaffe eine sehr hohe Transparenz.

So könnten dank der Technologie etwa auch Uhren, Diamanten oder Kunstwerke «tokenisiert» werden. Die UBS setze allerdings nicht - wie Bitcoin und weitere Digitalwährungen - auf öffentliche sondern auf private Blockchains mit beschränktem Zugangskreis.

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