UBS-COO: Automatisierung trifft auch hochqualifizierte Bankangestellte

Am WEF in Davos hat UBS-COO Axel Lehmann sich zur Digitalisierung und Automatisierung der Bankenbranche geäussert. Ihm zufolge sind auch hochqualifizierte Angestellte von den bevorstehenden Umwälzungen betroffen.

» Von SDA , 19.01.2017 10:57.

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Die Automatisierung, der Einsatz künstlicher Intelligenz und selbstlernende Maschinen werden die Arbeitswelt umkrempeln. Auch hochqualifizierte Mitarbeitende können sich laut UBS-Betriebschef Axel Lehmann dieser Entwicklung nicht komplett entziehen. 

Zwar müssen die UBS-Mitarbeiter in der Schweiz wohl weniger damit rechnen, durch die Automatisierung wegrationalisiert zu werden. Die Prozessautomatisierung betreffe vor allem Stellen mit einfacheren Tätigkeiten, welche die UBS bereits vor einiger Zeit in Niedriglohnländer wie Indien oder Polen an externe Dienstleister ausgelagert habe, sagte Lehmann am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos der Nachrichtenagentur sda. 

Aber punkto Digitalisierung können sich auch die Schweizer Mitarbeitenden nicht zurücklehnen. Der COO spricht dabei vom lebenslangen Lernen. Automatisiert würden vor allem repetitive Tätigkeiten - «also der langweilige Teil des Jobs.» Die Angestellten könnten sich dadurch auf andere Tätigkeiten konzentrieren. 

Filialen bleiben 

Laut Lehmann ist die Digitalisierung nichts Neues für die Banken. Es handle sich um einen fortlaufenden Prozess. Als Beispiel nennt er die Einführung der Bancomaten in den 70er-Jahren. «Damals hiess es, die Bankfilialen und die Angestellten würden verschwinden.» Stattdessen hätten nun die Mitarbeiter am Schalter andere Aufgaben übernehmen können als die Ein- und Auszahlung von Geld.

Die Filialen sollen in der UBS auch künftig ihren Platz haben. Zwar werde das Netz regelmässig überprüft, sagte Lehmann. Doch hege man keine grossen Abbaupläne. Die UBS strebt eine nahtlose Verwebung des digitalen und stationären Angebots an. «Die Kunden sollen auf jedem Weg zur UBS finden.» 

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