Uber steigt in die Spedition ein

Uber krempelt die Logistikbranche um: Der Fahrdienstvermittler Uber steigt nun offiziell in das Frachtgeschäft ein. Nach einer monatelangen Testphase in den USA können nun über eine neue App Frachtaufträge an Lastwagenfahrer vermittelt werden.

» Von Laura Melchior, dpa, 22.05.2017 14:35.

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Uber versucht, sein Geschäftsmodell auf die Logistik-Branche auszuweiten. In den USA können über eine neue App Frachtaufträge an Lastwagenfahrer vermittelt werden. Dort ist zu sehen, zwischen welchen Städten welche Güter transportiert werden müssen - und was ein Fahrer dabei verdienen wird, wie Uber in einem Blogeintrag erklärte.

Vorstoss ins Frachtgeschäft

Der Fahrdienst-Vermittler hatte den Vorstoss ins Frachtgeschäft bereits seit einiger Zeit in Aussicht gestellt und den neuen Service zunächst monatelang im kleinen Rahmen getestet. Mit mehr als drei Millionen Lastwagen-Fahrern in den USA, von denen viele unabhängig sind, ist das ein grosser Markt. Uber will bei ihnen unter anderem mit schnellerer Bezahlung für die Aufträge punkten.

Im vergangenen Jahr kaufte Uber das auf Technik für selbstfahrende Lastwagen spezialisierte Start-up Otto. Bereits bei der Übernahme teilten die Unternehmen mit, dass sie «das Rückgrat» eines automatisierten Systems zur Güter-Beförderung aufbauen wollen. Ebenso war bereits im August vergangenen Jahres klar, dass auch der Aufbau eines Logistik-Geschäfts mit dem Güter-Transport in selbstfahrenden Lastwagen in Planung ist. Otto wurde Anfang 2016 von Experten gegründet, die früher unter anderem bei Google, Apple und Tesla gearbeitet hatten.

Mit dem 680 Millionen US-Dollar teuren Zukauf holte sich Uber aber ein akutes Problem ins Haus. Otto-Mitgründer Anthony Levandowski wird von der Google-Schwesterfirma Waymo vorgeworfen, vor seinem Abgang bei dem Internet-Konzern vertrauliche Informationen zur Roboterwagen-Technologie mitgenommen zu haben. Die Waymo-Klage gefährdet das gesamte Roboterwagen-Programm von Uber. Die Entwicklung der selbstfahrenden Lastwagen wurde laut Medienberichten zurückgestellt.

 

 

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