Uber muss Millionen an seine Fahrer nachzahlen

Wegen falschen Berechnungen: Uber muss seinen Fahrern in New York wohl einen zweistelligen Millionenbetrag rückerstatten. Zudem verliert der Fahrdienstvermittler eine weitere Führungsperson.

» Von SDA , Luca Perler , 24.05.2017 14:45.

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Uber hat zweieinhalb Jahre lang den Anteil seiner New Yorker Fahrer am Fahrpreis falsch berechnet und muss jetzt Millionen nachzahlen. Das Unternehmen holte sich seinen Anteil von rund 25 Prozent nicht wie vereinbart nach Abzug aller Steuern, sondern vom Bruttoerlös. Das räumte der Fahrdienstvermittler am späten Dienstag ein.

Pro Fahrer werden im Schnitt 900 Dollar fällig, erklärte die für Nordamerika zuständige Managerin Rachel Holt dem «Wall Street Journal» und dem Finanzdienst «Bloomberg». Uber nennt zwar keinen Gesamtbetrag. Aber da eine Vereinigung unabhängiger Fahrer davon ausgeht, dass in New York rund 50'000 Menschen für Uber Fahrgäste befördern, könnte die Rechnung 45 Millionen Dollar erreichen.

Einen ähnlichen Fehler räumte Uber kürzlich auch in Philadelphia ein und musste mehrere Millionen Dollar nachzahlen. Das Problem wurde dem Unternehmen zufolge beim Erstellen einer detaillierteren Abrechnung für Fahrer entdeckt.

EMEA-Chefsyndikus verlässt die Firma

Gemäss Medienberichten verliert Uber zudem ein weiteres Mitglied der Teppichetage. Jim Callaghan, Chefsyndikus für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, verlasse das Unternehmen aus persönlichen Gründen, schreibt «TechCrunch». Callaghan reiht sich damit in die Liste prominenter Abgänge beim Fahrdienstvermittler ein.

Erst vor Kurzem verliessen Sherif Marakby, Vizepräsident des globalen Fahrzeugprogramms, Gary Marcus, Leiter des AI-Labors, der für Produkte und Wachstum zuständige Vizepräsident Ed Baker, der leitende Sicherheitsexperte Charlie Miller, die Kommunikationsleiterin Rachel Whetstone und Jeff Jones, die Nummer zwei hinter CEO Travis Kalanick, allesamt das Unternehmen. Wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung bei seinem vorherigen Arbeitgeber Google, musste auch Technik-Experte Amit Singhal Uber verlassen.

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