Twitter will aufhören, Verluste zu machen. Dafür wird Facebook kopiert.

Twitter schreibt seit dem Börsengang regelmässig hohe Verluste. Mit verschiedenen Neuerungen will das Unternehmen dieser Entwicklung entgegenwirken.

» Von AWP , 13.11.2014 10:14.

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Twitter will stärker auf neue Kunden zugehen, um das zuletzt mässige Wachstum anzukurbeln. Firmenchef Dick Costolo versprach Anlegern, die Nutzbarkeit des Kurznachrichtendienstes mit diversen Neuerungen zu verbessern. An der Börse kamen die Pläne des Kurznachrichtendienstes gut an - die Aktie stieg am Mittwoch um mehr als sieben Prozent.

Bald sollen Videos laut Costolo direkt auf Twitter geteilt werden können. Zudem will die Firma den Austausch privater Nachrichten erleichtern und eine Funktion einführen, die für den jeweiligen User relevante Tweets filtert und aufbewahrt, wenn dieser gerade nicht angemeldet ist. Benachrichtigungen will Twitter künftig zielgerichteter verschicken und dabei auch den Aufenthaltsort der Nutzer stärker berücksichtigen.

Turnaround?

Den Einstieg für neue Nutzer will Costolo stark vereinfachen. Dafür kündigte er eine «Instant Timeline» an, die es Einsteigern erspart, sich erst die Kanäle anderer Nutzer zu suchen, um deren Tweets zu abonnieren. «Keine Notwendigkeit mehr, anderen Accounts zu folgen, wenn man sich registriert», erklärte Costolo auf Twitters erstem Investorentag seit dem Börsengang im vergangenen Jahr.

Twitter hatte Investoren Ende Oktober mit einem weiteren hohen Quartalsverlust und einem mässigen Wachstum der Nutzerzahlen enttäuscht. Zugleich betonte Finanzchef Anthony Noto, dass eigentlich viel mehr Menschen auf Inhalte bei Twitter zugriffen als die zuletzt 284 Millionen aktiven Nutzer. Pro Monat kämen rund 500 Millionen Internet-Nutzer mit Twitter in Berührung, die sich nicht angemeldeten und damit nicht als Kunden gezählt würden.

Die Nutzerzahl ist für das Geschäft von Twitter wichtig, denn sie zeigt, wie viele Menschen der Dienst mit Werbung erreichen kann. Costolo hatte zuletzt angekündigt, Twitter wolle der Dienst mit der grössten Nutzerschaft werden. Der Abstand zum weltgrössten Online-Netzwerk Facebook mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Nutzern ist aber noch riesig.

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