Totalausfall bei Raiffeisen: Das lief schief
Letzte Woche erlitt das E-Banking-System der Raiffeisen-Gruppe einen GAU – während Tagen war der Service nicht erreichbar. Details zu Ursache und Lösung des Problems.

» Von , 22.03.2011 11:02.
Das Horrorszenario einer Bank ist letzte Woche für die Raiffeisen-Gruppe wahr geworden: Während rund vier Tagen war das E-Banking nicht verfügbar (Computerworld.ch berichtete). Über die genaue Ursache des Ausfalls gab sich die Bank bis jetzt bedeckt. Computerworld.ch erfuhr auf Nachfrage einige Details zum Fall.
Datenbankmigration als Notlösung
Wie die Raiffeisen Gruppe nach dem Ausfall kommunizierte, handelte es sich bei der Ursache um einen Fehler im «Zusammenspiel von Betriebssystem und Netzwerkkomponenten». Technische Details will Franz Würth, Medienverantwortlicher der Gruppe, zwar aus sicherheitstechnischen Überlegungen nicht preisgeben. So viel verriet er aber dennoch: Offenbar entstand der Fehler beim Datenbankabgleich zwischen dem Primär- und dem Backupsystem. Bei dem Datenbanksystem handelte es sich ausserdem um eine Oracle-DB.
Um den Betrieb des E-Banking wiederherzustellen, entschied man bei der Raiffeisenbank kurzfristig, die Datenbank von der bestehenden SUN/SOLARIS-Umgebung auf eine IBM/AIX-Landschaft zu migrieren. Diese Migration war offenbar schon vorher geplant gewesen, wurde durch die entstandene Problematik jedoch vorgezogen, wie Franz Würth gegenüber Computerworld.ch bestätigte.



Weil Datenbankabgleich meiner Meinung nach bedeutet, dass Daten auf beiden Systemen ausgetauscht werden.
Warum das in diesem Fall sinnvoll sein soll, kann ich auch nicht so direkt sehen.
Wenn der Fehler beim "Datenabgleich zwischen Primär- und Backupsystem", also beim Sicherheits-Backup, auftrat, warum fielen dann (offensichtlich) Teile des Primärsystems aus? Hört sich für mich eigentlich nicht schlüssig an. Liegt der Hund ganz woanders begraben?