Tops und Flops aus 25 Jahren IT-Geschichte

In den letzten 25 Jahren ist viel passiert: Siegeszug von Microsoft, Aufbau des Schweizer Handy-Netzes, die Google-Gründung und eine zerplatzte Dotcom-Blase. Computerworld blickt auf eine ereignisreiche Zeit in der IT-Branche zurück.

» Von Manuela Amrein, Reto Vogt, 29.12.2010 06:00.

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Die Tops und Flops aus 25 Jahren Computergeschichte in der Schweiz: Computerworld zeigt, welche innovativen Produkte und revolutionären Techniken unser Leben geprägt haben. Eine Zeitreise der besonderen Art.

1985: Amiga, Windows und E-Banking

Januar: In den ersten drei Wochen des Jahres 1985 haben Claudio Hintermann, Eliano
Ramelli und Thomas Köberl viel zu tun: Am 21. Januar dieses Jahres gründen sie in ihrer Studentenbude an der Rosenbergstrasse 72 in St. Gallen den Finanz-Software-Anbieter Abacus. Die Männer schreiben in den nächsten 25 Jahren Schweizer Erfolgsgeschichte: Abacus zählt heute zu den führenden Software-Entwicklungsfirmen des Landes und beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Wirklich erwartet haben die Gründer diesen Erfolg nicht: «Als frischgebackene HSG-Absolventen wollten wir mit unserem Start-up nur die Ungebundenheit des Studentenlebens noch etwas verlängern, um uns dann nach einem Jahr nach einem se-riösen Job umzuschauen», so der heutige Marketingchef Thomas Köberl.

März: Symbolics.com gilt als älteste registrierte Dotcom-Domain der Welt.

Mai: Die Geschichte des berühmten Betriebssystems Windows beginnt eigentlich schon etwas früher: Am 10. November 1983 kündigt Bill Gates eine grafische Benutzeroberfläche an, die seiner Meinung nach ein Jahr später auf 90 Prozent aller MS-DOS-Rechner installiert sein wird. Aber es kam anders: Microsoft musste den Auslieferungstermin mehrere Male verschieben. Windows brauchte zu viele Ressourcen. So kann die Öffentlichkeit erstmals im Mai 1985 einen Blick auf Windows 1.0 werfen.

Juli: Der Amiga A1000 ist das erste Modell der populären Computerreihe von Commodore (Bild 3). Als typischer Heim-PC verfügte er über eine CPU mit 7,14 MHz, 256 KB RAM und 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Für Heimanwender kostet er aber entschieden zu viel und verkauft sich schlecht. Zwei Jahre später lösen ihn die Nachfolger A500 und A2000 ab. Amiga stellt die A1000-Produktion ein .

Oktober: Mit dem «Dreisechsundachtziger» vollzieht Intel den Wechsel zur 32-Bit-Architektur. Der Intel-386-Chip kommt auf die beeindruckende Zahl von 275000 Transistoren und erreicht eine maximale Taktrate von 33 MHz. Ausserdem erschliesst er eine neue Dimension des Personal Computing, indem er die Client-Server-Architektur und damit den Aufbau von PC-Netzwerken ermöglicht.

November: Zum Jahresabschluss veröffentlicht der US-amerikanische Verlag CW Communications (heute IDG) die erste Computerzeitschrift der Schweiz: Ab 18. November 1985 erscheint die Computerworld regelmässig jede Woche. Auf 28 Seiten berichtet die Redaktion unter anderem über Telebanking - «den direkten Draht zum Konto».

Inhalt dieses Artikels:

1985: Amiga, Windows und E-Banking
1986: Der erste 386er für Fr. 15'301.-
1987: Der Schlepp-Top kommt
1988: Wurm-Alarm im Internet
1989: Angriff der Trojaner
1990: Geburtsstunde des WWW
1991: Kein Standard von gestern
1992: Freie Software für alle
1993: Intels Chip-Trick
1994: Der Browser-Krieg beginnt
1995: Tod eines Erfinders
1996: Computer besiegt Mensch
1997: PTT ist tot, es lebe Swisscom
1998: Ab jetzt wird gegoogelt
1999: Sony kommt auf den Hund
2000: Die Dotcom-Blase platzt
2001: Musik kaufen statt klauen
2002: Supercooler Tablet-PC
2003: Sprung ins zweite Leben
2004: Bloggen statt Surfen
2005: Der Volkslaptop
2006: Die Schweiz wird mobil
2007: iPhone-Hysterie
2008: Yahoo sagt nein
2009: Missglückte Fusion
2010: Fortsetzung folgt...

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