Street-View-Autos registrierten auch PC-Standorte

Google hat mit seinen Street-View-Autos mehr erschnüffelt als bislang vermutet.

Street-View-Autos sollen auch die Adressen von Millionen von PC und Mobiltelefonen erfasst haben.
  

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» Von idg , 26.07.2011 08:47.

Die Kamera-Autos von Google haben nicht nur versehentlich WLAN-Traffic mitgeschnitten wie bislang bekannt, sondern auch die Hardware-Adressen von Millionen von Rechnern und Mobiltelefonen in Funknetzen. Das berichtet die US-Webseite «CNET» unter Berufung auf die französische Datenschutzbehörde CNIL, an die Google im März dieses Jahres bereits 100'000 Euro Strafe zahlen musste.

Die MAC-Adressen der Geräte fanden sich anschliessend in der Geolocation-Datenbank von Google und waren bis Ende Juni via API für jedermann öffentlich abrufbar. Die Eingabe einer bekannten solchen Hardware-ID zeigte den Aufenthaltsort des jeweiligen Geräts an und konnte somit personenbezogene Daten wie die Privat- und Büroadresse oder den Standort besuchter Restaurants preisgeben.

«CNET» hatte bereits Mitte Juni über Forschungsergebnisse des Sicherheitsexperten Ashkan Soltani berichtet, der als Erster MAC-Adressen in der Ortsdatenbank von Google entdeckt und kritisiert hatte, dass man nicht via Opt-out deren Erfassung widersprechen kann.

MAC-Adressen bestimmter Geräte sind allerdings nicht ohne Weiteres herauszufinden, da sie generell nicht in Internet-Paketen übertragen werden. Innerhalb der Funknetz-Reichweite kann man sie allerdings auslesen und dann beispielsweise relativ leicht nach Geräteherstellern sortieren. Und wer zum Beispiel eifersüchtig seine Freundin überwachen will, bekommt die MAC-Adresse von deren iPhone in den allgemeinen Einstellungen des Geräts angezeigt.

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