Smartphones bringen Apple Gewinnsprung und Microsoft Rekordminus

Das Smartphone-Geschäft hat Apple einen Quartalsgewinn von fast elf Milliarden Dollar beschert - und dem Rivalen Microsoft einen Rekordverlust. Auch Yahoo muss Federn lassen.

» Von AWP , 22.07.2015 11:25.

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Der Software-Riese Microsoft verbuchte im abgelaufenen Quartal ein Minus von 3,2 Milliarden Dollar, sein bisher höchstes in einem Vierteljahr. Auslöser ist die bereits vor einigen Wochen bekanntgegebene Abschreibung von insgesamt 7,6 Milliarden Dollar auf die im vergangenen Jahr übernommene Handy-Sparte von Nokia.

Microsoft hatte gehofft, mit dem Fachwissen von Nokia im eigenen Haus im Smartphone-Geschäft aufzuholen, doch die Marktanteile blieben im niedrigen einstelligen Prozent-Bereich. Im vergangenen Quartal machte Microsoft mit Telefonen gut 1,23 Milliarden Dollar Umsatz. Das war ein Einbruch von fast 38 Prozent im Jahresvergleich. Im gesamten Geschäftsjahr, das Ende Juni abgeschlossen wurde, erlöste die Sparte 7,52 Milliarden Dollar.

Apple hingegen machte allein im vergangenen Quartal mit seinen iPhones einen Umsatz von knapp 31,4 Milliarden Dollar. Der Konzern verkaufte in dem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal 47,5 Millionen iPhones. Das waren 35 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings hatten Analysten zum Teil mit einem noch höheren Absatz gerechnet, der Durchschnitt der Prognosen lag bei rund 49 Millionen Geräte. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel am Dienstag um knapp sieben Prozent nach. Für das Microsoft-Papier ging es um rund vier Prozent abwärts.

Auch beim Umsatz musste Microsoft zuletzt Abstriche machen. Die Erlöse sanken um gut fünf Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Der PC-Absatz und das Geschäft mit Windows-Betriebssystemen schwächelten weiter. Zwar boomen die Cloud-Dienste, bei denen Daten und Programme ins Internet ausgelagert werden. Doch damit konnte der Abwärtstrend in anderen Bereichen nicht ausgeglichen werden. Microsoft-Chef Satya Nadella hofft nun auf den Start des neuen Betriebssystems Windows 10, das eine einheitliche Basis für verschiedene Geräte vom PC bis zum Smartphone bieten soll.

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