Six öffnet sich für FinTech-Start-ups

Nahe seinem Hauptsitz hat der Finanzdienstleister Six einen «Incubator» für eigene und externe Entwicklungsprojekte eingerichtet. Auch FinTech-Start-ups sind eingeladen.

» Von Mark Schröder , 27.08.2015 11:30.

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Der Finanzdienstleister Six hat in Zürich West einen «Incubator» für Start-ups aus der FinTech-Szene eröffnet. Das Unternehmen will in den neuen Räumen auch selbst Ideen für die Zukunft seiner Kerngeschäfte entwickeln. Dafür hat Six vier Fachleute selbst abgestellt und vier weitere rekrutiert. Wie Andreas Iten von Six anlässlich der Eröffnung sagte, sind die laufenden Kosten für den Incubator mit jährlich zwei Millionen Franken kalkuliert.

Der Incubator «F10» (für Förrlibuckstrasse 10) erfüllt laut Iten gleich mehrere Funktionen für Six: Erstens können interne Mitarbeiter auch räumlich jenseits des Tagesgeschäfts an eigenen Ideen und Projekten Arbeiten. Die Architekten und Programmierer von Paymit würden den Ort etwa nutzen, um die Bezahlanwendung weiterzuentwickeln. Ein zweiter Nutzen sei, Six-Angestellten einen Raum für bereichsübergreifende Vorhaben zu bieten. Schliesslich sollen drittens auch drei bis vier FinTech-Jungunternehmen an den Ort eingeladen werden. Sie könnten die Infrastruktur nutzen und mit den Six-Angestellten zusammenarbeiten. Iten verspricht sich von den Start-ups, dass sie eine Gründerkultur mit in den Incubator bringen.

Das operative Geschäft im «F10» leitet Markus Graf, Head Innovation Management von Global IT bei Six. Er stellet an der Eröffnung klar, dass die Räume an der Förrlibuckstrasse weder für die Six-Mitarbeiter noch die Start-ups eine permanente Adresse sind. Die externen Jungunternehmen müssten nach circa 20 Wochen Platz machen für die nächsten Start-ups. Während dieses Zeitraumes regelt ein definierter Ablaufplan den Innovationsprozess für alle Parteien. Die acht permanenten Angestellten fungierten dabei als Berater, Coach und Moderator. Sie können allerdings auch ihre eigenen Ideen einbringen.

Six erwartet nach Aussage von Iten nicht unbedingt, dass im «F10» in den nächsten zwei bis drei Monaten schon umwälzende Finanzprodukte kreiert werden. Der Manager hält einen Zeitraum von drei Jahren für eher realistisch. «Innovation ist für die Zukunft des Finanzplatzes Schweiz extrem wichtig», sagte Iten zur Motivation von Six, «F10» zu lancieren.

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