Selbstheilende Elektronik soll Schrott vermeiden

Dank einer Entwicklung der University of Illinois könnte Hardware in Zukunft deutlich langlebiger werden und damit Unmengen an teurem Elektroschrott einsparen.

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» Von pte/Georg Pichler, 29.12.2011 16:07.

Das Team rund um Luftfahrttechniker Scott White hat ein System entwickelt, das Brüche in Schaltkreisen selbständig und schnell «heilen» kann. Dazu kommen Mikrokapseln zum Einsatz, die mit flüssigem Metall gefüllt sind.

Schaltkreis-Unterbrechung als kritisches Problem

Ein grosses Problem für Chip-Schaltkreise sind oft Temperaturschwankungen im Inneren des Gerätes, in dem sie arbeiten. Diese führen auf Dauer oft zur Beschädigung des leitenden Materials. Dabei reicht die Unterbrechung der Leitfähigkeit an einer einzigen Stelle oft aus, um die gesamte Funktionalität lahmzulegen.

Die Wissenschaftler haben nun ihre Forschungsresultate in der Zeitschrift «Advanced Materials» publiziert. Co-Autor und Chemiker Jeffrey Moore erklärt: «Wir haben das System vereinfacht. Statt ständige Kontrollmechanismen oder Sensoren einzubauen, haben wir ein Material entwickelt, welches das Problem direkt beseitigt.»

«Normalerweise gibt es keinen grossen Spielraum für manuelle Reparaturen. Manchmal kommt man gar nicht an die betroffene Stelle heran, denn ein Multi-Layer-Chip lässt sich nicht ohne weiteres öffnen», hält der Entwickler fest. Besonders bei Militäreinsätzen und bei Weltraummissionen ist der einfache Austausch kaputter Hardware schlichtweg nicht möglich, was schwere Folgen nach sich ziehen kann.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Flüssigmetall füllt Bruchstellen

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