Schweizer Studie: Facebook ist Banken egal
Viele Banken scheren sich einen Deut um soziale Medien wie Facebook, Twitter und Co. Es drohen Unterlassungssünden, die später nur mit viel Aufwand gut gemacht werden können, warnt ein Experte.
Sind nur mangelhaft in sozialen Medien vertreten: Schweizer Grossbanken wie die Credit Suisse.» Von , 20.04.2012 10:51.
Facebook, Twitter & Co bleiben für viele Banken eine Unbekannte. Nur etwa ein Drittel der Geldinstitute weiss die Chancen des Web 2.0 zu nutzen, die anderen haben grossen Aufholbedarf. Dies zeigt eine Studie des Schweizer Forschungsunternehmen MyPrivateBanking, die die Social-Media-Performance von 50 Grossbanken analysiert hat.
«Eine fundiert ausgearbeitete Online-Strategie muss Chef-Sache sein», appelliert Markus Hübner, Social-Media-Experte von Brandflow. «Der Auftritt in den sozialen Netzwerken darf kein Experiment sein. Viele Negativ-Beispiele zeigen, wohin eine nicht durchdachte Strategie führen kann.» Banken können es sich auch nicht leisten, die neue Kommunikationskultur zu ignorieren. «Über jede Bank wird im Onlinebereich gesprochen. Nun stellt sich die Frage: Möchte man sich in den Dialog einbringen und die Meinung beeinflussen oder lässt man diesen Prozess einfach nur passieren?», so Hübner.
Manko Facebook
Auch die Untersuchung zeigt, dass für jedes weltweit führende Bankhaus ein Auftritt in boomenden Netzwerken wie Facebook, Google+, YouTube oder Twitter unumgänglich ist. Nur wenige investieren allerdings ausreichend Ressourcen. «Diese Banken müssen schnell aufholen oder sie werden eine ganze, neue Generation von Kunden verlieren», warnt Steffen Binder, Research-Director von MyPrivateBanking.
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