Schweizer Anti-PowerPoint-Partei gegründet

PowerPoint-Präsentationen per Volksinitiative verbieten? In der Schweiz wurde die Anti-PowerPoint-Partei ins Leben gerufen.

» Von Hannes Weber , 05.07.2011 10:43.

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Auf der ganzen Welt würden Menschen durch PowerPoint-Präsentationen gelangweilt, so der Gründer der Anti-PowerPoint-Partei (APPP), der im Kanton Zürich wohnhafte Matthias Pöhm.

Auf der Website der Partei ist denn auch umfangreiches Propaganda-Material vorhanden, wie etwa die Horrorfolien des Monats. Anwender können online sogar anonym Veranstaltungen melden, die durch langweilige Präsentationen negativ aufgefallen sind.

Was sind die Motive der APPP?

Auf der Homepage der APPP kann übrigens jeder Mitglied werden. Pöhm hat sich zum Ziel gesetzt, zur vierstärksten Partei der Schweiz zu werden. Früher oder später stolpert man beim Erkunden der witzig gemachten Website der Partei aber über die wahre Motivation hinter Pöhms Aktivismus. Das Parteiprogramm besteht nämlich aus seinem Buch «Der Irrtum PowerPoint». Dieses können Parteimitglieder zum Preis von 26 Franken beziehen.

Alles nur PR also? Schaut ganz danach aus. Wobei es Pöhm mit seiner Botschaft wohl durchaus ernst ist, immerhin hat der selbstständige Rhetoriktrainer bereits elf Bücher geschrieben und zieht auch in seinen Seminaren über PowerPoint her.

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KOMMENTARE

Jürg Tschanz: 05-07-11 13:09

Richtig einesetzt ist PowerPoint nach wie vor ein gutes und die Aufmerksamkeit und Interesse förderndes Instrument.Es erhöht im Auditorium durch die Visualisierung das Interesse der Zuhörer erheblich. Eine gute Präsentation sollte nicht läbger als 10-20 Min. dauern und dabei den Sprecher mit Zahlen,Grafiken und Bildern mit wichtigen Informationen ohne viel Text unterstützen.(Zuhörer sollen und wollen nicht zuviel lesen!).Das ganze wird dadurch informativer,einprägsamer und kurzweiliger als nur einem Redner zuzuhören der, wie so oft, viel spricht aber nichts sagt.PowerPoint soll den Sprecher begleiten und unterstützen aber niemals ersetzen oder im Vordergrund stehen.Stunden- oder sogarTagelange Präsentationen sind mit oder ohne Powerpoint oder Flipchart eine Zumutung und Frechheit für alle Zuhörer.Wer nicht in der Lage ist dieses Instrument zu bedienen und sinnvoll dem Zweck dienend anzuwenden sollte darauf verzichten,läuft aber dabei Gefahr zu viel und zu lange sprechen zu müssen. Das kann dann wirklich langweilig werden und kostet auch Zeit und Geld.Das Vorhaben von Herr Pöhm zeigt mir deutlich, dass dieser und viele andere Leute die Idee und den Zweck von PowePoint leider nicht verstanden haben.Ich finde diese Idee unnötig,lächerlich und rückständig!

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