Twitter soll für US-Regierung "singen"

Auf Geheiss der US-Regierung soll Twitter Informationen zu Wikileaks-Aktivisten herausgeben, darunter über Wikileaks-Gründer Julian Assange.

» Von Jens Stark , 10.01.2011 11:48.

weitere Artikel

Konkret hat das US-Bezirksgericht in Virgina den Kurznachrichtendienst dazu verdonnert, Informationen wie Usernamen, Adresse, Verbindungs-Logs, Telefonnummer und Kreditkartendetails zu einigen Personen herauszugeben, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von 250'000 Dokumenten aus dem diplomatischen Dienst des US-Aussenministerium stehen. Neben Wikileaks-Gründer Assange sind der Obergefreite der US-Armee, Bradley Manning, der holländische Hacker Rop Gonggrijp, der amerikanische Programmierer Jacob Applebaum und die isländische Parlamentsabgeordnete Brigitta Jonsdottir betroffen.

Nach US-Recht muss Twitter nicht nur die verlangten Informationen herausgeben, sondern sollte auch darüber schweigen. Dass der Dienst die betroffenen Personen dennoch informierte, zeigt wohl, dass er mit der Verfügung nicht einverstanden ist. Allerdings wird dies nicht offiziell bestätigt. Vielmehr heisst es in einem Statement: "Um unseren Usern dabei zu helfen, ihre Rechte wahrzunehmen, informieren wir sie, wenn Anfragen von Strafverfolgungsbehörden und Regierungen vorliegen, unabhängig davon, ob uns das Gesetz daran hindert".

Werbung

KOMMENTARE

Keine Kommentare

KOMMENTAR SCHREIBEN

*
*
*
*

Alles Pflichfelder, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Die Redaktion hält sich vor, unangebrachte, rassistische oder ehrverletzende Kommentare zu löschen.
Die Verfasser von Leserkommentaren gewähren der NMGZ AG das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbegrenzte Recht, ihre Leserkommentare ganz oder teilweise auf dem Portal zu verwenden. Eingeschlossen ist zusätzlich das Recht, die Texte in andere Publikationsorgane, Medien oder Bücher zu übernehmen und zur Archivierung abzuspeichern.