RZ-Chips helfen Intel über PC-Schwäche hinweg

Ein gutes Geschäft mit Chips für Rechenzentren federt für den Halbleiter-Riesen Intel die Schwäche des PC-Marktes ab.

» Von AWP , 16.07.2015 14:42.

Der Umsatz des weltgrössten Chip-Herstellers sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich insgesamt um 4,6 Prozent auf knapp 13,2 Milliarden Dollar.

Dabei gab es in der grössten Sparte, die auf Prozessoren für Personal Computer spezialisiert ist, einen drastisch stärkeren Umsatzrückgang von 14 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Dollar. Die Erlöse mit der Ausrüstung von Servern für Rechenzentren legten dagegen um zehn Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu, wie Intel am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Unterm Strich verbuchte Intel einen Gewinnrückgang von 3,2 Prozent auf gut 2,7 Milliarden Dollar. An der Börse wurden die Zahlen zunächst mit grosser Erleichterung aufgenommen, die dann jedoch sichtlich abkühlte. Der Aktienkurs schnellte nachbörslich erst um fast neun Prozent hoch, am Ende blieb davon nur noch ein Plus von rund 1,4 Prozent übrig. Der Konzern rechnet jetzt für das gesamte Jahr mit einem Umsatzrückgang um ein Prozent. Bisher waren Erlöse auf Vorjahresniveau erwartet worden.

Im vergangenen Quartal hatte sich das Schrumpfen des PC-Marktes kurz vor dem Start des neuen Microsoft -Betriebssystems Windows 10 noch einmal beschleunigt. Die Marktforschungsfirma IDC errechnete für das Vierteljahr einen Absatzrückgang von 11,8 Prozent und der Konkurrent Gartner kam auf ein Minus von 9,8 Prozent. Unternehmen und Verbraucher kaufen weniger klassische Desktop-Rechner und Notebooks und greifen stattdessen stärker zu Smartphones. Ausserdem hat der starke Dollar PCs teurer gemacht, was die Verkäufe weiter bremste. Die Branche hofft, dass Windows 10, das Ende Juli auf den Markt kommt, das Geschäft zumindest stabilisieren kann.

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