Rest-Yahoo will sich in Altaba umbenennen

Jener Teil von Yahoo, der nicht an Verizon verkauft wird, wird in Altaba umbenannt. CEO Marissa Mayer und Mitgründer David Filo verlassen die Firma.

» Von SDA , 10.01.2017 06:36. Letztes Update, 11.01.2017 06:41.

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Der Internetpionier Yahoo will nach dem geplanten Verkauf des Webgeschäfts das verbliebene Unternehmen in Altaba umbenennen. Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Onlineplattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen.

Gleichzeitig teilte das Unternehmen am Montag mit, dass die heutige Konzernchefin Marissa Mayer dann den Verwaltungsrat der Firma verlassen wird. Fünf weitere Verwaltungsratsmitglieder würden ebenfalls zurücktreten. Der mit vielen Vorschusslorbeeren gestarteten Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Es wird erwartet, dass sie zusammen mit dem Internetgeschäft unter das Dach des US-Telekomkonzerns Verizon geht. Allerdings bestehe das Risiko, dass Verizon den Deal wegen des massiven Datendiebstahls bei Yahoo platzen lasse, räumte der Konzern weiter ein.

Nach Vereinbarung des Verkaufs für 4,8 Milliarden Dollar im Juli wurden zwei Onlineattacken aus den Jahren 2013 und 2014 bekannt, bei denen jeweils die Daten von 500 Millionen und einer Milliarde Yahoo-Nutzer entwendet worden waren. Verizon kündigte bereits an, den Deal auf den Prüfstand zu stellen.  Experten gehen zwar nicht davon aus, dass Verizon die Transaktion abbläst. Es wird allerdings erwartet, dass der Konzern nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will.

Marke Yahoo bleibt erhalten

Verizon hatte erst 2015 den ebenfalls tief gefallenen Internetpionier AOL für 4,4 Milliarden Dollar geschluckt. Nun will der Konzern die Yahoo-Dienste mit AOL fusionieren, weil das Internetgeschäft immer wichtiger wird und zunehmend mit den traditionellen Telekom-Dienstleistungen verschwimmt. Die Marke Yahoo soll auch rund 22 Jahre nach Firmengründung erhalten bleiben.

Yahoo geriet zuletzt immer tiefer in die Krise und konnte mit den schnell wachsenden Onlinegiganten Google und Facebook nicht mehr mithalten. Der eigentliche Gewinnbringer war meist die nun noch 15 Prozent schwere Beteiligung an Alibaba.

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