Ratgeber - Wann sich Windows 8 für Unternehmen lohnt

Der Nachfolger von Windows 7 kommt mit der Touch-Oberfläche Metro und zahlreichen Verbesserungen. Grund genug, für IT-Abteilungen mal einen Blick auf mögliche Umstiegsszenarien zu werfen. Insbesondere, wenn die eigene Organisation noch mit den Vorgängern von Windows 7, sprich XP oder Vista, arbeitet.

IT-Verantwortliche sollten genau prüfen, ob die neue Windows-8-Oberfläche für ihr Unternehmen das Richtige ist.

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» Von Jochen Rapp (Solution Manager bei Computacenter), 11.07.2012 11:25.

Dieser Artikel wurde ursprünglich in unserer Schwesterpublikation Computerwoche.de publiziert. 

Gerade noch war Windows 7 in aller Munde, da kündigt Microsoft schon den Nachfolger an: Windows 8 soll im zweiten Halbjahr 2012 die Vorgängersysteme ersetzen und damit bestehende Client-Landschaften mobil, anwenderorientierter und leistungsfähiger machen. In der ersten Augustwoche 2012 wird die RTM-Version (Release to Manufacturing) von Windows 8 veröffentlicht. Zeitgleich steht auch Unternehmenskunden mit Software Assurance Verträgen Windows 8 zur Verfügung. Die allgemeine Verfügbarkeit von Windows 8 kündigte Microsoft für Ende Oktober des Jahres an. Dann sollen auch Geräte mit Windows 8 offiziell erhältlich sein.

Keine Frage, in Sachen Performance, Sicherheit und Verwaltbarkeit ist die Release-Preview dem Vorgänger Windows 7 bereits überlegen. Trotzdem sollten IT-Verantwortliche genau prüfen, ob die brandneue Touch-Oberfläche, die im Endkundenmarkt trendy ist, für ihr Unternehmen tatsächlich schon den gewünschten Mehrwert bietet. Interessierte Admins finden die Release Preview bei Microsoft zum Download.

Unternehmen, die von Windows 7 auf Windows 8 umsteigen wollen, müssen sich zumindest nicht vor bösen Überraschungen fürchten. Tests der Vorabversion haben die Funktionalität, Stabilität und Zuverlässigkeit im Unternehmensumfeld bewiesen. Das war nach den Erfahrungen mit Windows 7 kaum anders zu erwarten. Mittlerweile verhindern optimierte Entwicklungsprozesse bei Microsoft weitgehend instabile Systeme oder Hardware-Inkompatibilitäten.

Interessant ist allerdings die Frage, inwieweit die radikal neue Touch-Oberfläche Metro in Unternehmen heute sinnvoll genutzt werden kann. Während die Touch-Screens von Apple und Google sich ähneln, fährt Microsoft mit der Metro-Oberfläche einen bemerkenswert eigenständigen und neuen Ansatz, der nur Anwendern von Smartphones unter Windows Phone 7 bereits bekannt sein dürfte. Die Oberfläche ist für die Mehrheit der User neu, so dass hier Anwendertrainings zum neuen Bedienkonzept unverzichtbar sind.

Immerhin müssen die Mitarbeiter im Arbeitsalltag mit Touchscreen, Maus oder Tastatur jonglieren. Unternehmen sollten daher den Schulungsaufwand berücksichtigen, den Windows 8 zunächst erfordert. Mit der berührungsempfindlichen Navigation stützt Microsoft den unaufhaltsamen Trend der ‚Consumerization der IT’. In Verbindung mit modernen Arbeitsgeräten, die verstärkt auf den Markt drängen und in vielen Fällen derzeit in der Entwicklung sind, bietet Windows 8 Unternehmen die Chance, endlich eine mobile Arbeitsumgebung der Zukunft zu gestalten.

Lesen Sie auf der nächsten Frage: Windows-8-Umstieg: Anwender anhören ist Pflicht

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