16.12.2016, 15:36 Uhr

Post und SBB arbeiten an digitaler Identität

Die Schweizerische Post und die SBB lancieren ab 2017 eine neue digitale Identität, welche die Nutzung von Dienstleistungen im Internet vereinfachen soll.
Kundendaten hinterlegen und dann erst einloggen: Das ist im Zeitalter des Internets nach wie vor umständlich. Seit ein paar Tagen arbeiten unter anderem die UBS, CS und Swisscom gemeinsam an einem elektronischen Konkurrenzprodukt zur SuisseID, wie der SonntagsBlick berichtete. Hintergrund: Anfang Jahr hat der Bundesrat bekannt gegeben, dass er die Online-ID nicht mehr selber herausgeben, sondern nur noch die Rahmenbedingungen definieren will. Damit ebnete der Bund privaten Anbietern ein grösseres Spielfeld. Nun entwickeln auch die Post und die SBB im Rahmen eines Joint Ventures die digitale Identität weiter, allerdings weiterhin auf Basis der SuisseID. Diese soll Privatpersonen und Behörden erlauben, diverse Logins und Passwörter auf einen einzigen Zugang zu reduzieren. Der Datenschutz stünde an oberster Stelle, wie die beiden Firmen betonen. Die Post und die SBB würden untereinander keine Daten austauschen.

Zustimmung der Weko vorbehalten

Geplant ist, Post-Portal-Kunden ab 2017 und SwissPass-Benutzer ab 2018 in die digitale Identität zu überführen. Diese soll in «einfacher, benutzerfreundlicher Weise» den gesamten Ablauf vom Login bis hin zur digitalen Signatur abdecken. Man sei zu einem «späteren Zeitpunkt» offen für eine Zusammenarbeit mit weiteren Konzernen. Weitere Anbieter und Anwendungen könnten später folgen. Je nach Dienstleistung wie E-Government oder E-Voting wolle man mehrstufige Authentifizierungsstufen anbieten. Die beiden Unternehmen rechnen in zwei bis drei Jahren mit einem Anschluss von über 4 Millionen Kunden. Vorbehalten bleibe noch ein positiver Entscheid durch die Wettbewerbskommission.



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