Paymit, Twint wollen einheitliches Schweizer Payment

» Von Mark Schröder , 30.03.2016 16:52.

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Neu im Kreis der Unterstützer ist die Credit Suisse. Die Grossbank hatte sich bei der Lancierung von Paymit für das System öffentlich «interessiert». Ein eindeutiges Bekenntnis für die Lösung gab es aber auch auf Nachfrage nie. «Die Credit Suisse ist ein wichtiger Player auf dem Finanzplatz Schweiz. Deshalb ist die Bank in die Gespräche involviert», erklärte Schmid auf Nachfrage.

Apple Pay in der Schweiz

In den Gesprächen zwischen den neun Grosskonzernen gehe es hauptsächlich um eine einheitliche Schweizer Lösung. «Die Initiative ging von verschiedenen Seiten aus. Sie ist weniger gegen eine andere Lösung (wie Apple Pay) als vielmehr für die Schweizer Verbraucher anzusehen», führte Schmid aus. Bei Finanzgeschäften seien die Endkunden hierzulande sensibel hinsichtlich Datenschutz. Ausserdem würden die Bürger der Beziehung zur eigenen Bank eine gewisse Bedeutung beimessen. Beide Kriterien würden für eine Schweizer Lösung sprechen.

Mit Apple Pay ist wohl trotzdem zu rechnen. Die Schweiz ist ein iPhone-Land. Das Apple-Smartphone hat laut den Zahlen des Vergleichsportals Comparis einen Marktanteil von 54 Prozent. Wenn der US-amerikanische Konzern seine Bezahllösung lanciert, hat er auf einen Schlag fast die halbe Schweiz als potenzielle Kunden. «Über Six-Kassenterminals haben wir schon Zahlungen mit Apple Pay abgewickelt – wenn beispielsweise Touristen in der Schweiz eingekauft haben», sagt Six-Mediensprecher Jürg Schneider auf Anfrage. Die Schweiz ist also technisch bereit für Apple Pay (und auch Android Pay sowie Samsung Pay). 

Apple hat allerdings keine Antwort auf den Wunsch vieler Händler: Sie wollen in das Payment-System auch ihre Kundenkarten einbinden können. «Es führt das Mobile Payment ad absurdum, wenn der Verbraucher zusätzlich zu seinem Smartphone noch seine Bonuskarte mit zum Einkauf nehmen muss», sagt Berater Schmid. Die Integration von Loyalitätsprogrammen wie Coop Supercard und Migros Cumulus könnte ein weiteres gutes Argument für eine einheitliche Schweizer Payment-Lösung sein.

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